Kunstblut, Feuer & Action bei spektakulärer Übung. Roman Hirschvogel arbeitete eine anspruchsvolle und actiongeladene Abschlussübung für die Feuerwehren Bockfließ und Auersthal und das RK Gänserndorf aus.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 03. November 2017 (05:00)
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Spektakuläre Übung für die Feuerwehren Bockfließ und Auersthal: Ein Linienbus mit zahlreichen Insassen verunglückt. Sie müssen schwerverletzt geborgen werden und im Motorraum beginnt es auch noch zu brennen.
FF Bockfließ/ Robert Wenty

Spektakuläre Abschlussübung der Feuerwehren Auersthal und Bockfließ am Bockfließer Schlossplatz am 27. Oktober: Die Übungsannahme: Zahlreiche Verletzte, die Umsetzung: spektakulär.

Was braucht es, um eine Feuerwehrübung effektvoll und realitätsnah in Szene zu setzen? Die FF Bockfließ und Übungsplaner Roman Hirschvogel besorgten sich einen alten Linienbus der Wiener Linien, zahlreiche Verwundetendarsteller und viel Kunstblut: „Freiwillige als Verletzte zu finden war kein Problem“, sagt Robert Wenty von der FF Bockfließ: „Jeder, den wir fragten, war sofort bereit seinen Beitrag zu leisten und mitzuspielen.“ Und auch der Bus war rasch organisiert.

Vorbereitung: Der alte Linienbus wird gekonnt auf die Seite gelegt.
FF Bockfließ/ Robert Wenty

Eine Herausforderung für das Übungsaufbauteam war der Aufbau der Ausgangslage: „Wir begannen einmal damit den Linienbus von der Kläranlage zum Schlossplatz zu bringen. Da war bereits die erste Hürde zu bewältigen, der Bus war eingebremst und musste vorher mit Druckluft versorgt werden, damit sich die Räder wieder drehen“, schildert Wenty. Für erfahrene Feuerwehrleute kein Problem: Mit einem Kompressor wurde Luft in die Drucklufttanks gepumpt, damit das schwere Teil bewegt werden konnte. Mit einem Traktor wurde der Bus auf den Schlossplatz gezogen, und dort mit einem Hebekissen gekonnt auf die Seite gelegt.

Schwere Verletzungen: 19 Bockfließer stellten sich als Verwundetendarsteller zur Verfügung.
FF Bockfließ/ Robert Wenty

In der Zwischenzeit wurden auch die Verletztendarsteller entsprechend gebrieft und mit viel Kunstblut und Mullbinden spektakulär hergerichtet: Offene Brüche, eine Stange im Bauch und jede Menge klaffender Wunden mit Glassplittern wurden geschminkt. „Ein wenig wie am Filmset“, fanden manche Florianis.

19 Uhr: Showtime, oder wie es bei der FF heißt: Alarmierung. Die Feuerwehren und das Rote Kreuz rückten aus, kamen zur Unfallstelle und begannen mit den Bergungsarbeiten. „Aus allen Fahrzeugen wurden Spreitzer und Scheren in Stellung gebracht, um schnell handeln zu können. Leitern wurden herangeschafft, um auf den Bus zu kommen. Am Heck des Busses wurde die Scheibe eingeschlagen, um die Verletzten herauszubekommen“, schildert Wenty.

Dann ein Schreckensmoment: Im Motorraum des Busses begann es zu brennen - ebenfalls eine Herausforderung, die die Helfer meisterten.

Fazit: Die Rettung aller Verletzten gelang, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Feuerwehren aus zwei Bezirken und dem Roten Kreuz klappte hervorragend.

Bei der Arbeit: Um zu den Verletzten zu gelangen,musste die FF die Heckscheibe des Busses entfernen.
FF Bockfließ/ Robert Wenty