Gnadendorf

Erstellt am 30. Dezember 2016, 05:00

von Josef Christelli

Gnadendorf: Schulden fürs Wachstum. Gemeinderat beschloss die Finanzierung von neuen Baugrundstücken durch Schuldenaufnahme. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt damit auf 8.725 Euro pro Bürger.

Erstmals wurde der Voranschlag von Anneliese Muth präsentiert: Vizebürgermeister Rudolf Pfennigbauer, Manfred Schulz, Amtsleiter Richard Pelzl-mayer und Anneliese Muth am NÖN-Foto.  |  Josef Christelli

Der Budget-Voranschlag für 2017 steht. Die Schulden werden mit den geplanten Einnahmen und Ausgaben weiter steigen, weil die Gemeinde kräftig in die Siedlungsgebiete investieren wird.

Später Kanalbau

Die Infrastruktur, wie Wasserleitungen, Abwasserkanal und Straßenbau sowie der Ankauf der Bauplätze für den Verkauf sind alle im außerordentlichen Haushalt eingearbeitet.

Die Baugründe sind schon fast alle vergeben, die Bauwerber wollen zu bauen beginnen: „Wir wollen den Zuzug und müssen etwas unternehmen. Wir packen das schon!“, so Bürgermeister Manfred Schulz bei der Gemeinderatssitzung. Der Gesamtschuldenstand wird sich damit von 8,9 Mio auf 9.736.800 erhöhen und per 31. Dezember 2017 eine Pro-Kopf-Verschuldung von 8.724,73 Euro bei 1.116 Einwohnern aufweisen.

Der größte Anteil an den Schulden von 7,9 Mio. Euro resultiert aus dem Kanalbau: „Bei uns wurde erst spät mit dem Kanalbau begonnen, deshalb auch noch immer die hohen Schulden“, so Schulz bei der Voranschlagsdiskussion. Dieser Teil der Schulden ist aus den laufenden Gebühren gedeckt.

„Wir packen das schon!“

Bürgermeister Manfred Schulz zur geplanten Neuverschuldung seiner Gemeinde.

Der Gemeinderat hat auch den Beschluss über den Mietvertrag betreffend der früheren Polizeistation gefasst. Dem Mieter wird auch das Vorkaufsrecht eingeräumt. Derzeit ist nur ein Mietvertrag möglich, weil für den Verkauf erst ein Schätzgutachten erstellt werden muss.

Auch der Grundsatzbeschluss für den Anschluss der Gemeindehäuser nahe der Kirche an eine geplante Nahwärmeheizanlage wurde gefasst, um den späteren Betreibern die Einreichung des Projektes zu ermöglichen.

Unter „Allfälligem“ ersuchte Schulz um Mithilfe bei der Findung von Erdmaterial zum Aufschütten für eine geplante Wohnsiedlung in Zwentendorf. Außerdem wird ein flexibler Mitarbeiter mit guten Schweißkenntnissen gesucht, der die Buswartehäuschen baut, weil ein Gemeindearbeiter länger ausfällt. Der Gemeindechef informierte auch, dass er als Landtagsabgeordneter in den EVN-Umweltausschuss aufgenommen wurde.