Abgang trifft Bernhardsthal hart. Finanzielle Lage lässt nur die notwendigsten Projekte, wie das FF-Haus, zu.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 31. Dezember 2020 (03:36)
Die Fertigstellung des Neubaus des FF- Hauses in Reintal ist die größte Heraus- forderung, die den Gemeindehaushalt der Großgemeinde Bernhardsthal fordert.
Gerhard Brey

Auch für Bernhardsthal gilt, dass der Budgetvoranschlag für das kommende Jahr durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie stark betroffen ist: Der Rückgang der Einnahmen des Bundes aus den gemeinschaftlichen Bundesabgaben trifft die Gemeinde hart. In Bernhardsthal beträgt der sogenannte „Abgabenertragsanteil“ rund ein Drittel der Gesamteinnahmen.

Für das Haushaltsjahr 2021 ergibt sich dadurch bei den Einzahlungen aus Abgabenertragsanteilen, Landesstrukturhilfe und Finanzzuweisungen des Bundes ein Rückgang von 225.600 Euro. Gleichzeitig steigen die Kosten (NÖKAS, Sozialhilfe, Kinder- und Jugendhilfeumlage), die von den Abgabenertragsanteilen in Abzug gebracht und nicht an die Gemeinde ausbezahlt werden.

Nur die notwendigsten Investitionen

Es ist daher bei der Budgetierung der Ausgaben die Beantragung von Bedarfszuweisungen für eine Ausgeglichenheit des Haushaltes, in Rücksprache mit Land NÖ notwendig. Im Rahmen der sogenannten „Investiven Gebarung“ (Projekte) ist, so gesehen, nur das Allernotwendigste möglich. Die Investitionen beschränken sich deshalb auf den begonnenen Neubau des Feuerwehrgebäudes in Reintal sowie eine Ersatzanschaffung für den elf Jahre alten Gemeindetraktor, die wegen der stark angestiegenen Reparaturkosten mehr als dringlich ist. Die Ersatzanschaffung wird über den Verkauf des vorhandenen Traktors und Bedarfszuweisungen des Landes finanziert.

Der Budgetvoranschlag wurde, so wie das in Bernhardsthal jahrelange Tradition ist, einstimmig beschlossen. Und: Für 2021 wurden keine Gebühren und Abgabenerhöhungen beschlossen.