Haubenkoch Martin Weiler: "Lockdown war heftig!". „Alle wollen noch nicht raus, ich hab gestern noch 40 Menüs über das Fenster verkauft“, sagt Haubengastronom Martin Weiler. Am 2. Juni war Tourismuslandesrat Jochen Danniger bei ihm auf Betriebsbesuch, um sich ein Bild von der Lage der Gastronomen zu machen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 02. Juni 2020 (12:43)

„Der Lockdown war am Anfang schon heftig“, berichtet der Gastronom, auch jetzt, nach dem langsamen Hochfahren des Systems habe er noch immer nicht alle Mitarbeit aus Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit voll zurückgeholt. „Und das, obwohl das Gassengeschäft ein schönes Geschäft war“, sagt Weiler: Er konnte damit immerhin 30 Prozent des Umsatzes retten. „Da gehören sie zu denen, die gute Geschäfte gemacht haben“, findet Danninger. 

Kein Thema ist für Martin Weiler in der Saison 2020 das „Tafeln im Weinviertel“: Auch wenn es die gesetzlichen Regelungen grundsätzlich erlauben würden, ist für ihn die Verantwortung für den Wirten zu groß: „Wenn ich da einen Coronafall habe, dann gelte ich als Kitzloch von Laa“, befürchtet er negative Auswirkungen. Große Unsicherheit ortet er auch noch beim Thema Hochzeit: „Im Prinzip sind alle Hochzeiten 2020 abgesagt, 2021 werden die Termine schon eng“.

Weilers Fazit: Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Die, die vorher Probleme hatten, wird’s erwischen, manche werden nicht wieder aufsperren: „Die Gastronomie ist ja keine Branche, in der man sagt, dass da das große Geld ist.“ Danninger ist zuversichtlich: „Die, die durchhalten, werden jetzt durchstarten.“