Bezirk Mistelbach: „Die Lage ist äußerst diffus“. Weniger Covid-Infizierte. Nur sieben Prozent der Infektionen zuordenbar.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 01. Dezember 2020 (15:25)
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Mistelbach ist einer der Bezirke, bei denen, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, die Infiziertenzahl unter 200 liegt. Mit Stand Montag (30.11.) lag der sieben-Tages-Index bei 152,1, laut Bezirkshauptmannschaft lag die Zahl der Infizierten im Bezirk bei 235.

Auch wenn die Zahl der Covid-19-Infizierten langsam sinkt: Unterirdisch ist im Moment noch die Zuordnungsrate einer Infektion an eine Infektionsquelle: Lag sie in der Vorwoche laut Unterlagen der Coronakommission im Bezirk bei drei Prozent, stieg sie aktuell auf nicht berauschende sieben Prozent – der Bezirk liegt damit immer noch im unteren Drittel bei der erfolgreichen Nachverfolgung der Infektionsquellen.

„Das Infektionsgeschehen ist mittlerweile – nicht nur im Bezirk Mistelbach – äußerst diffus.“ Gerlinde Draxler, Bezirkshauptfrau

„Die Aufklärungsquote geht vor allem deshalb zurück, weil die Leute oft nicht mehr wissen, wo sie sich angesteckt haben könnten“, sagt Bezirkshauptfrau Gerlinde Draxler: „Das Covid-19-Infektionsgeschehen ist mittlerweile – nicht nur im Bezirk Mistelbach – äußerst diffus.“

Das Contact Tracing, das heißt die Nachverfolgung und bescheidmäßige Absonderung der Personen, mit denen positive Personen in der „kritischen“ Phase Kontakt hatten, laufe unverändert: „Den Großteil der Kontakte der positiv Corona-Getesteten können wir binnen 48 Stunden erledigen“, sagt die Bezirkshauptfrau.

Hoffnung, den Gipfel bei den Infektionen dieser zweiten Coronawelle überschritten zu haben, geben die aktuellen Zahlen, die seit 17. November kontinuierlich sinken. Damals, am Höhepunkt der Welle, hatten wir eine sieben-Tages-Inzidenz von 294,9 im Bezirk Mistelbach.