Das Klima ist gut!. SCHANIGARTEN-INTERVIEW / Mistelbachs Bürgermeister Alfred Pohl über Projekte, das Klima und alternative Energien.

Erstellt am 09. August 2011 (08:24)

VON MICHAEL PFABIGAN

MISTELBACH / Politisch ist es in der Stadt weitgehend ruhig, hinter den Kulissen wird an den Projekten für den Herbst gearbeitet. Welche sind das?

Keine, die viele Wählerstimmen bringen werden, gesteht Bürgermeister Alfred Pohl beim Sommergespräch beim Sommerheurigen im Mistelbacher Schlössl-Hof: Die Budgetkonsolidierung wird fortgesetzt und der Kindergarten Hörersdorf wird fertig gestellt. Auch wenn jetzt noch viel unken, dass der nicht rechtzeitig zum Ferienschluss was wird! Weitere Projekte: Der Kirchenvorplatz wird nach 20 Jahren Planungen endlich umgestaltet und der Jugendausschuss trat in einen Dialog mit der Jugend - überparteilich - um die Jungen für die Politik bzw. für die Arbeit für die Gemeinschaft zu interessieren.

Wie stellt sich die politische Zusammenarbeit aus bürgermeisterlicher Sicht im Moment dar? Es kann nur gemeinsam gehen, ist Pohl überzeugt. Dass ein Vorpreschen in der Presse kontraproduktiv ist, das wissen alle. Das reden wir uns dann im Nachhinein auch immer aus, kann er sich eine kleine Spitze Richtung SPÖ und deren Vorsitzenden Herbert Ettenauer nicht verkneifen. Dass jeder zu seiner Show kommen will, ist legitim! Insgesamt sei die Zusammenarbeit mit der SPÖ aber gut. Auch die Liste Aktiver Bürger schätze ich im Großen und Ganzen als Partner. Etwas irritiert habe ihn deren Agitation in der Causa Zöchling: Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam mehr erreichen hätten können, als mit maßlosen Übertreibungen und Politspielchen. Und von der FPÖ würde sich Pohl mehr konstruktive, umsetzbare Vorschläge wünschen.

Hinsichtlich alternativer Energien spricht sich Pohl für die Verdichtung der bestehenden Windparks aus, die Gemeinde als Betreiber oder Aktionär von Windkraftanlagen kann er sich nicht vorstellen. Ebenso wenig, wie die Kommune als Betreiber von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der öffentlichen Gebäude. Das ist nicht Aufgabe einer Gemeinde! Findet sich ein Betreiber, dann stellt die Gemeinde diese Flächen zur Verfügung.