Der Weg zum Kulturerbe Kellergasse. Kellergassenführer Joachim Maly war gemeinsam mit einer Delegation aus dem Weinviertel in Stein (Krems) zu Gast. Was ihn dort hin verschlug: Eine Vortragsreihe von Europa Nostra im Weinkeller der Familie Pichler. Thema waren dabei die Kellergassen.

Von Werner Kraus. Erstellt am 25. November 2019 (20:04)

Europa Nostra Austria kümmert sich laut Präsident Andreas Lehne um den Wert des kulturellen Erbes. Dabei bilden die Kellergassen im Bereich kulturelles Erbe einen wichtigen Schwerpunkt. Zum Vortrag waren auch die Eltern einer neuen Kellergassenkultur, Architekt Helmut Leierer und Christina Kalch, gekommen.

Wolfgang Rohrbach, der beruflich in der Versicherungsbranche tätig ist, betonte bei den Vorträgen, dass es unter dem Begriff „Torcularia“ bereits im alten Rom Presshäuser gab. Er erläuterte auch, dass die schmalen Hohlwege gut für Abwehr gegen Feinde genutzt werden konnten.

Laut Rohrbach müssten die Kellergassen durch ihre Einzigartigkeit eine Auszeichnung als kulturelles Erbe erhalten. „Der Weg zum Weltkulturerbe ist aber ein langer Weg, der über Europa Nostra Austria länderübergreifend begangen werden wird“, betont Rohrbach. Österreich, Tschechien und auch die Slowakei bilden das Herzstück der Kellergassenkultur.