Demo für A5-Ausbau. 400 Personen wollen Autobahn und Umfahrung und fordern nach wie vor, dass Einsprüche zurückgezogen werden.

Von Werner Kraus. Erstellt am 19. August 2014 (09:39)
NOEN, Werner Kraus
Die Forderung der Bürger ist klar: Der Ausbau der Weinviertelautobahn A5 soll so rasch wie möglich erfolgen, um endlich vom Verkehr und dem damit verbundenen Lärm befreit zu werden.

400 Personen veranstalteten am Sonntagabend „einen Erinnerungsmarsch für die Weinviertelautobahn und die Umfahrung Drasenhofen“, meinte Bürgermeister Reinhard Künzl.

„Die Verkehrsbelastung ist der Bevölkerung nicht mehr zuzumuten“

„Ich bin sehr froh, dass die Bürgerbewegung rund um Gerhard Ebinger hier aktiv ist und den raschen Bau der Weinviertelautobahn gemeinsam mit der Umfahrung Drasenhofen fordert“, so das Gemeindeoberhaupt. Die Forderung der Bürger ist klar: Die UVP soll so schnell wie möglich abgehandelt werden. „Die Verkehrsbelastung in Drasenhofen ist einfach nicht mehr auszuhalten und der Bevölkerung nicht mehr zuzumuten“, weiß Künzl.

Er ergänzt: „Mir ist die Autobahn natürlich genauso wichtig wie die Umfahrung. Es muss ein gemeinsames Ganzes sein.“ Auch seine Bewohner von Drasenhofen würden auf der Fahrt zur Arbeit oder nach Wien leiden. „Ich als Tischlereibetrieb, der viel in Wien arbeitet, verliere durch den Stau sogar – wie viele anderen Unternehmer – Geld.“

Verzögerungen bereits seit drei Jahren und neun Monaten

Künzl hofft, dass die Vertreter der Bürgerinitiative „A5 Mitte“ rund um Christian Schrefel Einschau in die aufgelegten Unterlagen gehalten haben, um dem Ministerium sinnvolle Wünsche mitzuteilen „und nicht erst dann später wieder mit Einsprüchen den Bau verzögern“.

Gerhard Ebinger informierte beim Erinnerungsmarsch, dass die Verzögerungen durch „A5-Mitte“ bei der gesamten Weinviertelautobahn bereits drei Jahre und neun Monate ausmachen würden. Daher bestehe nach wie vor die Forderung, dass die Bürgerinitiative „A5 Mitte“ die durch Herbert Untner eingereichten Einsprüche rasch zurückziehe, um Menschen in Erdberg, Wetzelsdorf, Poysdorf und Drasenhofen Lebensqualität zu ermöglichen.

„Bauzeitplan der Asfinag für mich nicht akzeptabel"

Da in der Verfassung verankert sei, dass die Lärmgrenzen eingehalten werden, sei der „Bauzeitplan der Asfinag für mich nicht akzeptabel, andere Straßenstücke wurden wesentlich schneller gebaut“, so Ebinger. Er möchte auch erreichen, dass, wie beim Bau der Weinviertelautobahn in Wolkersdorf, teilweise provisorisch auf der Umfahrung Poysdorf gefahren wird.

Die Forderung der Bürger ist klar: Der Ausbau der Weinviertelautobahn A5 soll so rasch wie möglich erfolgen, um endlich vom Verkehr und dem damit verbundenen Lärm befreit zu werden. Werner Kraus