Gaubitscher Backstube als Filmstar. Die Familie Öfferl wirkt bei Film „Brot“ mit. Gedreht wurde in der Backstube der Bäckerei in Gaubitsch, gezeigt wird der Film am 21. Februar.

Von Susanne Bauer. Erstellt am 12. Februar 2020 (03:41)
Der Film handelt vom fundamentalen Stellenwert des Brotes, das wir täglich essen.
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Wie so oft im Leben spielte auch diesmal der Zufall mit, als es um die Auswahl der Bäcker ging, die im Film „Brot“ mitspielen sollten. „Der Regisseur Harald Friedl hatte schon einen anderen österreichischen Bäcker im Visier, aber dann wollte er uns kennenlernen. Nach dem dritten Besuch, bei dem er sich alles nur einmal anschauen wollte, meinte er dann, dass er uns in dem Film haben will“, erinnern sich Georg Öfferl und sein Cousin Lukas Uhl.

„Uns“, das sind die beiden Jungunternehmer Georg Öfferl und Lukas Uhl, die mit Georgs Eltern Brigitte und Walter Öfferl gemeinsam mit Cousine Sandra Schaffer seit Kurzem die Bäckerei und das Bistro in der Wollzeile in Wien betreiben.

 „Es wurde ja nichts inszeniert oder gestellt – alles wurde so gedreht, wie es dann im Film gezeigt wird.“ Georg Öfferl und Lukas Uhl Bäcker

 Zu diesem Zeitpunkt ahnte keiner von ihnen, dass es sehr viele Drehtage in der Backstube in Gaubitsch geben wird. „Wir haben uns schon gewundert, was es alles in der Backstube zu drehen gibt“, schmunzeln die beiden innovativen Jungunternehmer. Damals gab es das Wiener Lokal in der Wollzeile noch nicht, sonst wäre vermutlich auch dort gedreht worden.

Für den Dokumentarfilm wurde nicht nur bei Bäckern in Hamburg und Köln, Paris und Brüssel gedreht, sondern auch bei Lieferanten, wie Martin Allram aus dem Waldviertel, der die Bäckerei Öfferl mit Urgetreide beliefert. Der Film handelt vom fundamentalten Stellenwert des Brotes, welches wir täglich essen und erzählt von der traditionellen Kunst des Brotbackens, die von engagierten Handwerksbäckern mit neuem Leben erfüllt wird, aber auch von großen Konzernen, die mit modernster Technologie ihrem Industriebrot zu Aroma und Geschmack verhelfen.

Es geht im Grunde um viel mehr als um das Brotbacken, es geht um die Auswirkungen, die ein Kilo Brot auf unterschiedlichste Weise haben kann, je nachdem wie und womit es zubereitet wird.

Im Zuge der Dreharbeiten lernten die Öfferls auch andere Bäcker kennen. Filmstart der 94 Minuten langen Dokumentation in Österreich ist am Freitag, 21. Februar. Gezeigt wird der Film auch im Stadtkino in Laa und im Kronen Kino in Mistelbach. Als Filmstars fühlen sich Georg Öfferl und sein Cousin Lukas Uhl aber nicht: „Es wurde ja nichts inszeniert oder gestellt – alles wurde so gedreht, wie es dann im Film gezeigt wird“, erzählen die beiden Jungbäcker, die sich schon sehr auf die Premierenvorstellung des Filmes freuen.

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