Ein Fass für zwei starke Winzerinnen. Die Winzerinnen des Weinguts Faber-Köchl werden in der ServusTV-Serie Heimatleuchten portraitiert. Jetzt wurde gedreht.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 30. Juli 2020 (03:26)
Dreh für eine Folge „Heimatleuchten“ auf ServusTV: Anna und Maria Faber-Köchl, Fassmacher Stefan Wiesinger, Kameramann Mario Hötsch und Regisseur Simon Schennach. Tontechniker Mathias Feldmann arbeitet unsichtbar hinter der Tür.
Michael Pfabigan

„Dann schau ma mal, was deine Fässer und Anna als Kellermeisterin können“, lacht Winzerin Maria Faber-Köchl und holt mit dem Weintupfer Rotwein aus dem Fass in der Kellerei der Faber-Köchls: Für die ServusTV-Serie „Heimatleuchten“ begleitete ein Filmteam die Winzerfamilie einen Sommer lang, in der Vorwoche wurden die Vorbereitungen zur Ernte gedreht.

Anna und Maria Faber-Köchl brauchten zwei neue Fässer aus Eibesthaler Eiche und der Spannberger Stefan Wiesinger hatte ihnen diese gefertigt. Auch da war das Filmteam dabei. „Die Maria ist schon meine Kundin, seit sie Winzerin ist“, erzählt Stefan Wiesinger. „Und der Stefan ist der Beste und einzige Fassmacher in der Region“, lacht Maria Faber-Köchl.

„Wir begleiten für die Heimatleuchten-Folge drei Winzerinnen vom Frühjahr bis zur Ernte“, erzählt Regisseur Simon Schennach. Beim ersten Besuch begleitete das Filmteam Kellermeisterin Anna Faber während der Weinblüte am Traktor in den Weingarten, jetzt wurden neue Fässer geliefert und im September wird es noch einen Dreh bei der Ernte geben.

Maria Faber-Köchl hatte vor 20 Jahren als eine der ersten Winzerinnen begonnen, auf eine eigenständige Qualitätslinie im Weinausbau zu setzen – und war dabei auf diverse Widerstände ihrer männlichen Kollegen gestoßen. Sie nahm hier eine Entwicklung voraus, die erst die Nachfolger ihrer Kritiker zu schätzen wussten.

Tochter Anna wuchs mit der Arbeit im Weingarten auf, sammelte nach der Matura international Erfahrung und kehrte nach einem Boku-Studium an den Winzerhof zurück, wo sie die Kellermeisterarbeit übernahm. 2019 wurde sie für ihre Arbeit mit dem Vineus Newcomer Award ausgezeichnet.

Dreharbeiten gab es im Weingut Faber-Köchl schon mehrere. Aber noch nie stand die Winzerin – jetzt die Tochter Anna Faber - derart im Mittelpunkt: „Und das trifft sich gut, weil wir jetzt auch unseren Online-Shop fertig haben“, sieht Mama Maria zusätzliche Werbung für die Angebote des Winzerhofes.

Was passiert jetzt mit den gelieferten Fässern? In die wird im Herbst die Exklusivlinie der Faber-Köchls namens Quercus abgefüllt, drei Jahre, manchmal auch länger, bleiben die 500 bis 700 Euro teuren 225 Liter-Fässer im Einsatz, bevor sie ausgetauscht werden. Was passiert mit den Fässern? „Da gibt es genügend Abnehmer für Dekozwecke“, lacht Maria Faber-Köchl.

Auf Barrique werden nicht nur der Quercus und Zweigelt, sondern auch diverse, starke Weißweine (z.B. der Weinviertel DAC Reserve) gelegt. „Aber die sind eine Cuveé, damit die Barrique-Note dezent bleibt“, sagt Anna Faber.

Gedreht wurde auch im Ziegenhof Klampfl in Loosdorf: „Manuela liefert ihre Produkte schon lange für unseren Heurigen“, verbindet die Faber-Damen eine Freundschaft mit der Ziegenbäuerin. Ausgestrahlt wird die Heimatleuchten-Folge - Arbeitstitel „Wilde Weiber, junger Wein“ – voraussichtlich im Sommer 2021 auf ServusTV.