Schock für Hundefreunde: Warnung vor Tierquäler. An der alten B6 bei Eichenbrunn wurden Köder mit Nägeln und Gift gefunden.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:07)
Die Mitglieder des Eichenbrunner Hundetreffs wollen aktiv für den Schutz ihrer geliebten Vierbeiner sorgen: Es wurde umgehend mit einem Anti-Giftködertraining gestartet.
zVg, zVg

Es ist den Mitgliedern des Eichenbrunner Hundetreffs zu verdanken, dass die Hundebesitzer in der Region rasch gewarnt wurden: Eine Tierbesitzerin der Runde entdeckte bei einem Spaziergang an der alten B6 Köder, kleine Bällchen aus Katzenfutter, die mit Nägeln gespickt waren. Außerdem wurden Speckstücke, die mit Rattengift versetzt waren, gefunden.

Köder wie dieser, bestehend aus Katzenfutter und Nägeln, wurden gefunden.
zVg

Sofort setzten die Mitglieder alle Hebel in Bewegung, um Tierleid zu verhindern: Die Polizei wurde informiert und eine Probe der Köder weitergegeben. Ebenso ging die Information an die Gemeinde und den Jagdleiter.

Die Leiterin des Hundetreffs, Alexandra Rieder, wandte sich an die Medien und warnte auch auf Facebook: „An alle Hundebesitzer und Katzenbesitzer, passt gut auf eure Lieblinge auf. Ich hoffe, dass dieses Schwein seine gerechte Strafe bekommt!“, nahm sie sich kein Blatt vor den Mund.

„Natürlich macht man sich jetzt bei jedem Spaziergang Sorgen und befürchtet, dass der Hund etwas Gefährliches frisst.“
Alexandra Rieder, Tierfreundin

Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass eine Hündin einen der Köder erwischte: „Ein Nagel musste entfernt werden, einen konnte das Tier auf natürlichem Weg ausscheiden. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut“, ist Rieder froh.

Was bleibt, ist die Angst: „Wir lieben unsere Hunde und tun alles dafür, dass es ihnen gut geht. Natürlich macht man sich jetzt bei jedem Spaziergang Sorgen und befürchtet, dass der Hund etwas Gefährliches frisst“, macht sie bewusst. Die Hoffnung der Hundefreunde: Die Vorfälle waren eine einmalige Sache, begangen von einem Fremden und nicht von jemanden aus dem Ort.

Gezieltes Training mit Hunden kann Unglück verhindern

Doch alleine auf Glück wollen die Mitglieder des Hundetreffs nicht setzen: Sie wollen mit gezieltem Training verhindern, dass ihren Lieblingen etwas zustößt. „Wir haben gleich diese Woche mit einem Anti-Giftködertraining begonnen“, so Rieder. Dabei wird dem Hund beigebracht, nichts zu fressen, was am Boden liegt - außer Herrchen oder Frauchen erlauben es.

„Dieses Training braucht natürlich Zeit. Aber alle Hunde und ihre Besitzer waren wirklich super bei der Sache!“, freut sich Rieder. Der Hundetreff ist eine Runde von Tierfreunden, die sich regelmäßig trifft, trainiert und Erfahrungen austauscht. Für das Anti-Giftködertraining wird man sich nun zusätzlich professionellen Rat holen.