Ein spielfreudiges Ensemble. SCHLOSS-OPER / Für die Oper im Kirchstettner Schloss wird bereits geprobt. Regisseur Némedi versetzt sie in die 50er Jahre. Die Auflösung wird erst ab 4. August verraten.

Erstellt am 10. Juli 2012 (00:00)
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Ein Bild von einer der ersten szenischen Proben in Wien: Figaro (Marco Ascani) und Susanna (Asha Lindsey) streiten sich über ihr künftiges Zimmer nach der Hochzeit. Im Hintergrund ersetzt einstweilen Korrepetitor Simon Schuller das Kirchstettner Opernorchester. FRÖSCHL-W.
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KIRCHSTETTEN, WIEN / „Eigentlich sollte es nicht „Figaros Hochzeit“ sondern „Susannas Hochzeit“ heißen, denn sie treibt die Handlung voran. Darum ist ihre Besetzung so wichtig“, erklärt Hooman Khalatbari, der musikalische Leiter der Kirchstettner Opernproduktion über das heurige Stück im Schloss Kirchstetten und schmunzelt zufrieden, denn diese Besetzung ist gelungen. Die junge Asha Lindsey hat nicht nur eine strahlende Stimme, sondern Ausstrahlung, Bühnenpräsenz und schauspielerische Begabung. Aber auch die Kollegen stehen ihr in nichts nach. Zu den herausragendsten Sängern zählt Klara Kolonits, die Star-Sopranistin der Budapester Oper, die nach La Traviata und der Fledermaus nun schon zum dritten Mal nach Kirchstetten kommt und hier die Grafin Almaviva gibt.

Gesungen wird diesmal in der italienischen Originalsprache, der deutsche Text wird übertitelt. Das ist nicht nur wegen der internationalen Besetzung sinnvoll, sondern auch weil es keine deutsche Übersetzung gibt, die Khalatbari überzeugt.

Seit einer Woche wird in Wien szenisch geprobt. Die kurze Probenzeit verlangt von Regisseur Csaba Némedi ein fundiertes Grundgerüst. Trotzdem lässt er sich von den Sängern gerne auf neue Wege führen, wenn es passt. Nach der ersten Probenwoche ist Némedi begeistert. „Die Sänger sind enorm spielfreudig. Der erste Akt sitzt. Er muss nur noch etwas geputzt werden. Kostüme und Requisiten werden noch angedeutet, doch aufwendig sind sie ohnehin nicht. Der Regisseur hat die Handlung in die Nachkriegszeit verlegt. Wie er das Thema der Oper über die Feudalrechte eines Adeligen in diese Zeit übersetzen will, verrät Némedi noch nicht.

Entdeckt werden können sie erst ab der Premiere am 4. August um 19.30 Uhr. Karten gibt es bei Ö-Ticket.

www.schloss-kirchstetten.at