Bei 40 Grad ausgerastet. Die konträren Ansichten eines Audifahrers und eines BMW-Lenkers über korrektes Fahrverhalten krachten selbst vor Gericht noch aneinander.

Erstellt am 08. September 2014 (11:16)
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„Ich habe nur vorbeugend gehupt, damit er mich beim Vorbeifahren bei seinem Ausparkmanöver nicht übersieht und touchiert. Da steigt er aus und bedroht mich mit einer Waffe“, schildert der Weinviertler Audi-Fahrer (40) die brenzlige Situation am 29. Juli in Mistelbach.
 
„Ich fühlte mich bedroht, weil er ein Klappmesser in der Hand hatte. Normalerweise bleibt man stehen, wenn einer beim Ausparken ist. Er war ungeduldig und stoppte nicht“, beteuerte der BMW-Fahrer aus Drasenhofen. Er habe in Notwehr zur Spielzeugwaffe gegriffen.
 
„Der Audi im Fließverkehr hatte Vorrang“, informierte Richter Manfred Hohenecker den rechthaberischen BMW-Fahrer. „Es geht nicht an, dass ein Verkehrsteilnehmer in den Lauf einer Waffe schauen und um sein Leben fürchten muss.“
 
Kleinlaut räumte der BMW-Fahrer sein Fehlverhalten ein: „Ich habe die Nerven verloren. Es war heiß, so um die 40 Grad.“ Die Bewährungsstrafe von sechs Monaten nahm er zähneknirschend an.