Rückgang beim Niederwild: „Mehr Biotope schaffen“. Bezirksjägermeister-Stellvertreter will mit Brachflächen und gezielten Einsaaten von Erbsen und Luzerne-Klee die Hasenpopulation wieder aufpäppeln.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 14. März 2017 (11:52)

Bei der Hegschau des Hegeringes Poysdorf im Kulturstadl Erdberg konnte Hegeringleiter Andreas Berger Bilanz über das abgelaufene Jagdjahr ziehen.
Bezirksjägermeister-Stellvertreter Christian Oberenzer ging auf den Rückgang beim Niederwild ein und betonte, dass die Jägerschaft Biotope für das Niederwild schaffen müsse: „EU-Brachflächen bieten hier eine gute Chance und Möglichkeit.“ Er selbst versucht heuer als Biobauer auch eine Einsaat von Erbsen und Luzerne-Klee, um den Feldhasen eine andere Äsung als Mais zu bieten, berichtete der stellvertretende Bezirksjägermeister aus seiner eigenen Erfahrung.

In seinem Bericht dankte Hegeringleiter Andreas Berger Schützen-Mannschaftsführer Erich Schuckert für seine Arbeit. Er freute sich, dass mit jungen Jägern eine zweite Mannschaft aufgestellt werden konnte.

Poysdorfs Jagdleiter Gerhard Doppelhofer und Bernhard Mewald wurden mit der goldenen Jahresbestnadel der Schützen ausgezeichnet.
Auch weitere Schützen erhielten für ihre Leistungen das Jagdschützenabzeichen. Für langjährige Mitgliedschaft zu Jagd wurden Silberne und Bronzene Brüche verliehen. Die höchste Auszeichnung der Jäger, der Goldene Bruch, wird immer beim Bezirksjägertag, der heuer am 30. April in Poysdorf stattfindet, verliehen.

„Die Jäger haben die Aufgabe, das Gleichgewicht in der Kulturlandschaft zu schaffen und zu erhalten“, betonte Bürgermeister Thomas Grießl, der den Jägern für ihre Arbeit und die Ausrichtung der Hegeschau dankte. Und: „Die Jäger haben nicht nur ein Hobby, sondern erfüllen mit dieser Arbeit gesetzliche Vorgaben“, hob Hegeringleiter Andreas Berger hervor.
Die Gesamtstrecke im Hegering Poysdorf ist aufgrund des Rückgangs beim Niederwild von 2.561 Stück auf 2.143 Stück gesunken.