Falkenstein

Erstellt am 27. Juni 2018, 05:01

von Werner Kraus

Kein Standort für Wagner-Festival?. Keine Bescheide für Steinbruch, auch Gemeinde Heldenberg winkt ab.

Laszlo Maleczky, Kethy Tavardi und Peter Svensson wollten mit ihrem Festival auf den Heldenberg ausweichen. Dort sagte die Gemeinde ab, der Heldenbergbesitzer will das Festival aber durchziehen.  |  Kraus

Da die naturschutzrechtlichen Verhandlungen im Steinbruch nicht so schnell über die Runde zu bringen sind, wie erhofft, hat der Initiator der Weinviertler Festspiele, Heldentenor Peter Svensson, für heuer das Sommertheater vom Steinbruch in Falkenstein auf den Heldenberg im Bezirk Hollabrunn verlegt und diesen als Standort für die Weinviertler Festspiele auserkoren.

Nur: Auch am Heldenberg empfängt man Svensson nicht gerade mit offenen Armen. Bei einer Krisensitzung am Montagabend sagte die Gemeinde Heldenberg mit Bürgermeister Peter Steinbach definitiv ab.

Erforderliche Unterlagen nicht vorgelegt

Geforderte Unterlagen waren seit 15. Juni, als der Antrag in die Gemeindestube flatterte, nicht vorgelegt worden. Außerdem habe man Erfahrung mit derartig großen Veranstaltungen, man glaubt nicht, dass ein Opernfestival in so kurzer Zeit organisatorisch und bescheidmäßig umzusetzen sei. „Das ist nicht machbar“, sagt der Heldenberger Bürgermeister.

Svensson zeigt sich von dieser Absage unbeeindruckt: „Die Weinviertler Festspiele finden statt. Heldenberg-Besitzer Max Thurnauer möchte das Festival unbedingt haben, also wird es auch wie geplant stattfinden. Es findet auf seiner Liegenschaft statt und bei der Behörde wird die Veranstaltung ganz genauso wie jede andere Veranstaltung angemeldet“, betont Peter Svensson.

Geplant ist ein Opernfestival zwischen 20. Juli und 19. August mit Konzerten und einer semi-szenischen Aufführung des Fidelio sowie ein Gastspiel der Brünner Oper mit Carmen.

Svensson: "Werden gleich mit Arbeiten für 2019 beginnen"

„Für Falkenstein sind die Wagner-Festspiele nicht gestorben“, betont Svensson und ergänzt: „Wir werden gleich mit den Arbeiten für 2019 beginnen. Der Steinbruch ist für die Aufführung von Wagner einzigartig und das müssen wir im Rahmen der Weinviertler Festspiele nützen.“

Apropos Wagner: Die geplante Inszenierung der Walküre musste abgesagt werden, nachdem ein Schlüsselmitarbeiter erkrankt und ausgefallen war.