Theatergruppe „Perspektive“ spielt wieder. Das Stück „Yellow Line“ zeigt auf, wie viele Grenzen der Staat um die Gesellschaft zieht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. Februar 2020 (04:34)
In der satirischen Komödie „Yellow Line“ beschäftigt sich die Theatergruppe „Die Perspektive“ mit dem Thema Flüchtlinge in Europa.
zVg

Bei der Theatergruppe „Die Perspektive“ steht heuer die satirische Komödie „Yellow Line“ von Juli Zeh und Charlotte Roos am Spielplan. „Das Stück hat Tiefgang, ist unterhaltsam und kritisch, rasant und direkt, und auch mutig und berührend“, betont Regisseur Harald Reichart beim Gespräch.

Bei „Yellow Line“ geht es um eine Kuh, die vom Himmel fällt und das Boot eines nordafrikanischen Fischers versenkt. Er wird von der EU-Grenzschutztruppe Frontex vor der italienischen Insel Lampedusa aufgegriffen und als vermeintlich illegaler Flüchtling, der nach Europa will, verhaftet. In jenes Europa, in dem intensiv nach der verschwundenen Kuh gesucht wird.

Helene und Paul machten in der Zwischenzeit einen billigen Pauschalurlaub in einem nordafrikanischen Hotel. Für Helene war es ein All-inklusive-Urlaub mit allem Drum und Dran, für Paul hingegen ein Urlaub mit Regeln und Vorschriften, Einschränkungen und Verboten bis hin zur Gehirnwäsche. Beim Rückflug in die Heimat reicht es Paul dann und er setzt zum Befreiungsschlag an, indem er die gelbe Sicherheitslinie am Flughafen übertritt. Die Folgen sind schmerzlich.

Das Bühnenstück macht die vielen Grenzen sichtbar, die der Staat um die Gesellschaft zieht.