Drei Projekte im Ladendorfer Budget. In Ladendorf peilt man 2021 rechnungstechnisch eine schwarze Null an.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 01. Januar 2021 (03:38)
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„Wir haben ein Sparbudget. Mit einem Nettoergebnis von plus 1.800 Euro bei einem Gesamtbudgetvolumen von 4,5 Mio. Euro ist das rechnerisch eine schwarze Null“, sagt Ladendorfs Bürgermeister Thomas Ludwig (ÖVP): In der Woche vor Weihnachten wurde im Gemeinderat der Voranschlag für das Gemeindehaushaltsjahr 2021 beschlossen. Die Sitzung dauerte gerade einmal 45 Minuten, es gab eine Enthaltung zum Budget.

„Seit ich Bürgermeister bin, werden Rechnungsabschluss und Voranschlag immer auch mit den meisten Stimmen der Oppositionsparteien beschlossen“, sagt Ludwig: „Das ist für mich das gelebte Miteinander.“ Und auch die Gemeindebürger konnten sich vorab ein Bild von der finanziellen Lage der Gemeinde machen. Denn den Voranschlag kann man sich auf der Gemeindehomepage durchsehen.

„Wir haben ein Sparbudget"

„Wir haben drei große Maßnahmen für 2020 vorgesehen, die wir aus den Vorjahren übernehmen und fortführen mussten“, beschreibt Bürgermeister Thomas Ludwig die Eckpunkte des Budgets: „Der Bau des fünften Abschnitts der Ortsdurchfahrt, das neue FF-Auto für Grafensulz und das Rückhaltebecken Markusweg.“ Ersteres mache Sinn, da damit die Sanierung der Ortsdurchfahrt abgeschlossen sei, das FF-Auto ist bereits bestellt und das Rückhaltebecken sei dringend notwendig, argumentiert der Ortschef. Da ist der Handlungsspielraum der Gemeinde für weitere Projekte nicht mehr groß, wollte die Mistelbacher NÖN wissen: „Das ist unser Handlungsspielraum“, stellt Ludwig klar.

Diese Projekte könne die Gemeinde umsetzen, ohne neue Schulden zu machen. Mit Ende 2021 werde sich der Schuldenstand der Gemeinde auf 5,7 Mio. Euro belaufen.

Auch wenn die Gemeinde 260.000 Euro weniger aus den Bedarfszuweisungen des Landes bekommt, gibt es Fördergelder: 238.000 aus dem kommunalen Investitionspaket und 202.000 Euro vom Land für die Wasserversorgung. Außerdem kommen der Gemeinde jetzt Investitionen der vergangenen Jahre zugute: Weniger Schwund beim Trinkwasser, nachdem marode Leitungen erneuert wurden und weniger Stromkosten bei der Ortsbeleuchtung, nachdem über 60 Lichtpunkte auf LED umgerüstet wurden. „Helfen würde uns natürlich auch, wenn wir Einnahmen aus dem Bad- und Saunabetrieb hätten“, vermisst Ludwig diese Einnahmen.