SPG Wolkersdorf/Neusiedl: Premiere top, Ergebnis flop. SPG Wolkersdorf/Neusiedl wurde Erwartungen in der „Bubble“ nicht gerecht.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 24. Februar 2021 (00:59)
Konzentriert. Marie Scharinger (l.) und Antonia Ritschel-Roschitz von der SPG Wolkersdorf/Neusiedl am vierten und letzten Tag der „Bubble“.
Erwin Pils

Am Ende von zwei langen und nervenaufreibenden Wochenenden hatte Wolfgang Ritschel-Roschitz ein lachendes und ein weinendes Auge. Der Cheftrainer der SPG Wolkersdorf/ Neusiedl freute sich zwar, dass die weltweite Premiere der „Bubble“, also der abgesonderten Meisterschaftsentscheidung, in der Halle gut organisiert und ohne Zwischenfälle über die Bühne ging. Doch über die Leistung seiner Weinviertler Mädels ärgerte er sich, denn Platz sechs im Endklassement entsprach nicht den Erwartungen von Ritschel-Roschitz und Betreuerkollege Reinhard Exner. Hier die Tops und Flops:

Die „Bubble“

Im Bundesport- und Freizeitzentrum Faaker See wurden unter strengen Sicherheitsmaßnahmen 559 Antigen-Tests durchgeführt – allesamt negativ. „Ob Spielerinnen, Betreuer oder Mitarbeiter des BSFZ Faak – alle hielten sich mit einer vorbildlichen Selbstverständlichkeit an Sicherheitsabstände und Maskenpflicht“, freute sich Hannes Dinböck vom ÖFBB.

Die Leistung

Das Problem der SPG Wolkersdorf/ Neusiedl, die eigentlich um eine Medaille mitspielen wollte, war, dass man gleich im ersten Spiel in eine Negativspirale reinkam. „Da hat sich leider eine negative Eigendynamik entwickelt, die in so einer komprimierten Meisterschaftsform nur schwer zu stoppen ist“, analysierte Ritschel-Roschitz.

Die Dichte

Auch wenn die Leistung der Weinviertlerinnen also nicht passte, bewiesen Kapitänin Antonia Ritschel-Roschitz trotzdem, dass man sich im Normalfall nicht vor den besten Teams Österreichs verstecken muss. Bestes Beispiel: der neue Titelträger ASKÖ Seekirchen. Nicht nur, dass das Überraschungsteam im Finale den Top-Favoriten aus Nußbach schlug, die Oberösterreicherinnen waren in der Vorrunde auch Wolkersdorf/Neusiedl beinahe unterlegen. Denn im Entscheidungssatz lagen die Neusiedlerinnen damals schon 6:1 voran ...

Die Zukunft

Nach einer kurzen Pause geht es mit der Vorbereitung auf die FeldMeisterschaft weiter, die am 1. Mai losgehen soll – so zumindest der Plan. Zudem entscheidet sich Anfang März, wo der World Cup über die Bühne gehen wird, der von 2020 auf heuer verschoben wird.