Filmhof Asparn: Seitensprung statt Pension Schöller. Die Theaterproduktion „Pension Schöller Reloaded“ wird auf 2021 verschoben, das Kulturprogramm am Filmhof Weinviertel soll weitgehend stattfinden. Und ein für später im Jahr geplantes Theaterstück wird auf Ende Juli vorgezogen. Nach wochenlanger Ungewissheit fiel jetzt die Entscheidung auch am Filmhof: „Viele Theater und Festivals wurden bereits abgesagt. Der Filmhof wollte die angekündigten Bekanntgaben per 15. Mai aber noch abwarten“, sagt Intendant und Filmhof-Besitzer Michael Rosenberg.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 18. Mai 2020 (14:19)

Nach intensiven Überlegungen, vielen Gesprächen und Beratungen kam man nun zu dem Entschluss, die ursprünglich bereits von 23. Juni auf 1. Juli verschobene Premiere der geplanten Produktion „Pension Schöller Reloaded“ in den Sommer 2021 zu verschieben. „Ein Stück mit 14 Akteuren auf der Bühne ist wahrscheinlich auch mit Lockerungen, was die Veranstaltungen an sich betrifft, schwierig umzusetzen“, sagt Intendant Michael Rosenberg: „Auch betriebswirtschaftlich ist es nicht positiv zu erfüllen. Auch wäre die Zeit zu knapp geworden, da erst mit Ende Mai die neuen Bedingungen für einen Spielbetrieb versprochen wurden.“

"Ein Seitensprung zu viel" diesen Sommer

Damit der Sommer in nördlichen Weinviertel aber nicht gänzlich ohne Sommertheater durch das Jahr 2020 gehen muss, wird die heuer erstmals geplante zweite Theaterproduktion, deren ursprünglicher Premierentermin der 14. September gewesen wäre, auf Ende Juli vorgezogen.

„Die österreichische Uraufführung der Theaterkomödie „Ein Seitensprung zu viel“ ist mit fünf Darstellern sowohl bezüglich der Proben als auch ob des späteren Premierentermins „Coronasicherer“ umzusetzen“, ist Rosenberg sicher.

Die Schauspieler für das Stück verpflichtete Michael Rosenberg schon vergangenen Herbst: Kabarettistin Nina Hartmann, Multitalent Adriana Zartl, Publikumsliebling Christoph Fälbl, CopStories-Star Martin Leutgeb werden mit ihm auf der Bühne stehen.

Auch das geplante Kabarett- und Musikprogramm mit Auftritten von Tricky Niki, den Kernölamazonen oder Opus und Lemo wird in sicherheitskonformer Art und Weise stattfinden, genauso wie das Kinderstück „Das Städtchen Drumherum“ von Mira Lobe, das in Kooperation mit der internationalen Waldinitiative FOR FOREST umgesetzt wird.

„Die letzten Wochen waren alles andere als einfach, aber die Entscheidung mit einer kompletten Absage zuzuwarten hat sich am Ende als vollkommen richtig erwiesen. Auch wenn wir die geplante Hauptproduktion „Pension Schöller reloaded“ in das kommende Jahr verschieben müssen, können wir dem Publikum in diesem außerordentlichen Sommer trotzdem Theater, Kabarett und Musik am Filmhof in Asparn bieten,“ sieht Intendant Michael Rosenberg dem Sommer wieder positiv entgegen.

Möglichkeit für viele junge Künstler

„Schön zu sehen, wie man sich in Asparn für die Umsetzung eines Programms einsetzt und so für ein Stück Normalität in dieser für viele herausfordernden Zeit sorgt. Michael Rosenberg war einer der wenigen, die bis zum Schluss geglaubt haben, dass ein Spielbetrieb, wenn auch mit strengen Sicherheitsmaßnahmen, stattfinden wird.“ freut sich Kabarettistin Nina Hartmann, die sowohl für „Pension Schöller reloaded“ als auch für „Ein Seitensprung zu viel“ auf der Filmhofbühne stehen wird.

Das genaue Programm mit allen Terminen wird in den kommenden Tagen bekanntgegeben. Ziel ist es jedenfalls, ab Anfang Juli zu starten. Eine weitere positive Blüte treibt aufgrund der Situation noch zusätzlich. So wird es am Filmhof heuer für viele junge Künstler die Möglichkeit für Auftritte auf dem weitläufigen Areal geben. „Was entsprechend der Gesundheitsvorgaben geht und wirtschaftlich darstellbar ist wird stattfinden“, so Rosenberg, der den heurigen Sommer auch als Chance für neue Formate und junge Künstler sehen möchte. „Irgendetwas Positives muss das alles ja auch haben“, meint Rosenberg, der sich sicher ist, dass das Publikum im Sommer das Angebot zu schätzen weiß und trotz Desinfektionsmitteln und Abstandsregeln nach Asparn in den Filmhof kommen wird. 

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