FPÖ: "Schrattenbergs Bürgermeister droht mit Abbruchbescheid"

Erstellt am 28. Juni 2022 | 15:10
Lesezeit: 2 Min
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Fassungslosigkeit am Tag nach dem Hagelunwetter in Schrattenberg vor einem Jahr: Bürgermeister Johann Bauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Karl Wilfing. Bis heute sind rund 70 Gebäude nicht repariert.
Foto: Michael Pfabigan
Schrattenbergs Bürgermeister Johann Bauer (ÖVP) lasse seinen Bürgern keine Hilfe zukommen und drohe ihnen stattdessen mit dem Abriss ihres Hab und Guts, sagt FPÖ-Landesobmann Udo Landbauer: Bei Häusern, die nach der Hagelkatastrophe vor einem Jahr beschädigt wurden und die bis heute nicht repariert sind, "wachelt der ÖVP-Bürgermeister bereits mit dem Abrissbescheid", sagt Landbauer. Bauer sieht ein bewusstes Missverstehen wollen: "Man muss das schon so lesen, wie es im Schreiben der Gemeinde steht."
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Am 24. Juni 2021 zog ein verheerendes Hagelunwetter über Schrattenberg und richtete an fast allen Dachflächen Schäden an, kaum ein Dach blieb heil. Jetzt, ein Jahr danach, sind nahezu alle Wohngebäude wieder dicht,  in rund 70 Fällen sind von der Straße aus aber noch die Behelfsabdeckungen am Dachstuhl zu sehen.

Entsprechend flatterte bei diesen Eigentümern jetzt ein Brief ins Haus, in dem der Bürgermeister als Baubehörde auf die Bauordnung hinwies, dass "die Verpflichtung (bestehe), dieses in einem der Baubewilligung entsprechenden Zustand zu erhalten". Binnen vier Wochen solle der Eigentümer der Gemeinde bekannt geben, "ob der Schaden an Ihrem Gebäude bereits behoben ist bzw. wann und in welchem Ausmaß die Sanierungsmaßnahmen geplant sind." 

Angehängt an den vom Bürgermeister gezeichneten Brief ist ein "Aktenvermerk" über die gesetzliche Regelung in der Bauordnung. Hier findet sich auch der Satz, der von der FPÖ und manchem Schrattenberger als Drohung gesehen wird: "Oder ob das Bauwerk aufgrund der Schäden bzw. Sanierungskosten abgetragen wird."

"Als Baubehörde erster Instanz bin ich verpflichtet, diesen Brief zu schicken", rechtfertigt sich Bauer: Alles andere käme einem Amtsmissbrauch gleich.

Als Drohung sei das nicht zu verstehen: "Wir wollen einfach nur wissen, was Stand der Dinge ist", sagt Bauer. Und nichts Anderes stehe in dem Brief der Baubehörde: "Das ist keine Drohung und kein Abrissbescheid. Wer sowas behauptet wolle nur Unruhe stiften.  

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