Freiheitliche stellen sich neu auf. Die Wolkersdorfer FPÖ hat mit Wolfgang Marzy einen neuen Obmann. Er möchte die Stadtpartei für die Wolkersdorfer interessanter machen.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 03. Dezember 2019 (17:03)
Der Vorstand der FPÖ Wolkersdorf mit Bezirksparteiobmann Michael Bernard: Philipp Nefischer, Michael Bernard, Wolfgang Marzy, Richard Canek, Hanns Kralicek, Stefanie Steininger.
FPÖ Wolkersdorf

Die FPÖ ist in der Stadtgemeinde mit der Gemeinderatswahl im März hinter den politischen Vorhang getreten. Ein Mandat konnten die Blauen nämlich nicht erreichen. FPÖ-Spitzenkandidat Wolfgang Marzy war allerdings in den Gemeinderatssitzungen anzutreffen und wurde Ende November zum neuen Obmann der FPÖ in Wolkersdorf gewählt. Sein Vorgänger im Gemeinderat, Richard Canek, steht ihm als Stellvertreter zur Seite.

Marzy sieht für die FPÖ auch ohne Gemeinderatsmandat einige wichtige Aufgaben, mit seinem Team möchte er als Ideengeber positive Veränderungen für Wolkersdorf und seine Katastralgemeinden schaffen. „Die Bevölkerung Wolkersdorfs muss wissen, dass es uns noch gibt und wir für die Wolkersdorfer da sind“, erklärt Marzy die Priorität der Stadtpartei. Diese ist nämlich eine der ältesten freiheitlichen Ortsgruppen im Bezirk, umso wichtiger ist Marzy in Zukunft ein Wiedereinzug in den Gemeinderat.

Zeit hat der neue Obmann jedenfalls, denn die Legislaturperiode dauert in Wolkersdorf aufgrund der vorgezogenen Gemeinderatswahl ein Jahr länger. In der „nächsten Zeit“ will Marzy dann die inhaltliche Ausrichtung und die Themen der Blauen in Wolkersdorf ausarbeiten und präsentieren. Dass ihm und seinem Team aus der Bundespolitik zur Zeit „heftiger Gegenwind“ zuweht, ist Marzy bewusst: „Ich finde es längst überfällig, dass in der Bundespartei endlich Entscheidungen getroffen werden, sodass wieder Ruhe einkehrt“, sagt der FPÖ-Obmann.

Zu viel Einfluss will er den Ereignissen auf Bundesebene aber auch nicht beimessen. „Die handelnden Personen in der Gemeinde, ihre Handschlagqualität und Bodenständigkeit sollten genauso wichtig sein, wie freiheitliche Grundwerte“, ist Marzy überzeugt. Die FPÖ Wolkersdorf soll unter seiner Führung für Bürger der Stadtgemeinde interessanter werden.

Bis zur nächsten Wahl wird Marzy in den Gemeinderatssitzungen jedenfalls weiterhin Beobachter sein. Die Arbeit des Bürgermeisters Dominic Litzka (Team Wolkersdorf) findet er bisweilen gut: „Es ist für mich spannend zu beobachten, mit welcher Einigkeit die Tehmen der Vierparteien-Koalition präsentiert werden“, berichtet Marzy.