Direktor Klaus Pavlecka: „Möchte keine Sekunde missen!“. Langzeit-Direktor Klaus Pavlecka hatte in der Vorwoche seinen letzten Arbeitstag im Mistelbacher Franziskusheim.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 12. Februar 2021 (04:16)
Abschied von einem Lebenswerk: Franziskusheim-Chef Klaus Pavlecka tritt seine Pension an.
zVg

„Der Abschied fällt schwerer, als ich gedacht habe“, gesteht Klaus Pavlecka: Seit Mai 1982 war er im Pflege- und Betreuungszentrum Mistelbach, dem Franziskusheim, vorerst als „Verwalterstellvertreter“, ab Juni 1994 als Dienststellenleiter und Direktor. In der Vorwoche hatte er seinen letzten Arbeitstag, er tritt seinen verdienten Ruhestand an.

„Ich war bei der Errichtung vom ersten Ziegel an dabei, da wächst einen so ein Haus schon sehr ans Herz“, gesteht der Waldviertler, der im Weinviertel sesshaft wurde. Als Vorsitzender des Fachausschusses und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft NÖ Heime durfte er an vielen Veränderungsprozessen mitwirken und unzählige Innovationen in den NÖ Heimen mit umsetzen. „1979 waren die Heime reine Versorgungsanstalten, jetzt haben wir hochmoderne, pflegerisch- und medizinisch top moderne Einrichtungen mit sehr hohem Standard“, weiß der Alt-Direktor.

„Das Schönste an meinem Job war die Vielfalt der Anforderungen, es waren ständig neue Probleme zu lösen“, erzählt Pavlecka: „Es gab auch viele erfreuliche Situationen zu erleben. Ich möchte keine Sekunde an meiner 42-jährigen Tätigkeit im Bereich der stationären Pflegeeinrichtungen missen.“

Die Planung und der Neubau des Hauses in Mistelbach wurden zu seiner Lebensaufgabe. Der Ausbau zum zweitgrößten Haus in NÖ geschah unter seiner Ägide. Nach dem Zubau des Hospiz vor einigen Jahren hat das Haus 220 Bewohner und eine Betreuungscrew von 170 Mitarbeitern. Und der nächste Ausbauschritt steht bereits vor der Tür, unzählige Pläne wurden bereits wieder gewälzt – und verworfen. Derzeit wartet man gespannt darauf, wie die Betreuungskonzepte jetzt, da die Landeskliniken und die Pflegeheime alle unter der Gesundheitsagentur Weinviertel gebündelt sind, umgesetzt werden.

Was macht er im Ruhestand? „Jetzt werde ich einmal tief durchatmen und schauen, dass ich zur Ruhe komme.“ Das letzte Jahr war durch Corona sehr fordernd: „Ich hoffe, dass die Normalität bald zurückkehrt.“ Dann nämlich will er mit seiner Frau und Malerin Inna Pavlecka-Tumarkin und dem gemeinsamen Hund einige Zeit in ihrem Refugium in Andalusien am Strand der Costa del Sol verbringen. Und sind sie in Österreich, wird Pavlecka seine Inna in ihrem Kunsthaus Unterolberndorf unterstützen.

Ein Nachfolger soll Mitte März präsentiert werden.