Fünf tolle Stimmen und ein Komponist. Es steht fest: Linda Bernsteiner, Saskia Knabl, Claudia Krammer, Mathias Polster, Sabina Sabanovic und Theresa Wittmann werden das östliche Weinviertel beim großen Weinviertel-Finale von „Die NÖN sucht das größte Talent“ in Hollabrunn vertreten-

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 06. Juni 2014 (23:47)
Linda Bernsteiner, Saskia Knabl, Claudia Krammer, Mathias Polster, Sabina Sabanovic und Theresa Wittmann werden das östliche Weinviertel beim großen Weinviertel-Finale von »Die NÖN sucht das größte Talent« in Hollabrunn vertreten.
NOEN, Michael Pfabigan
Das Sextett konnte sich bei der Bezirksshow im Mega-Einkaufszentrum G3 Shopping Resort Gerasdorf am 6. Juni gegen ihre sechs Mitkandidaten in einer spannenden Show durchsetzen. "Da sind nur super Kandidaten aufgestiegen", urteile auch Andy Marek, Mastermind und Erfinder der Talenteshow.


„There you’ll be von Faith Hill sang die 17-jährige Sabina Sabanovic aus Poysdorf und gewann die Herzen der Jury und des Publikums. Beim Casting hatte sie der Jury erzählt, dass sie zum Singen erst gekommen war, weil sich die Tennisspielerin verletzt hatte und keinen Sport mehr betreiben konnte. Ein Gewinn für die Kunstwelt, fand die Casting-Jury. Und auch die Fans fanden, Sabina muss eine Runde weiter.

Mit einer Eigenkomposition, die er am Piano vortrug, schaffte Mathias Polster aus Groß-Schweinbarth das Ticket für das Weinviertel-Finale. Der Autodidakt hatte sich Klavier spielen selbst beigebracht und überzeugte mit seiner einfühlsamen Melodie. Wie das Stück heiße, wollte Moderator Andy Marek wissen? Gibt noch keinen, sagte der 21-jährige Zivildiener im Kolpinghaus Mistelbach. Vorschläge kamen zwar aus dem Publikum – überzeugend war keiner davon.

Begeistertes Publikum spendete tosenden Applaus

Ganz stark war das Finale der Show: Während Sabanovic und Polster mit den Startnummern vier und fünf in die Show starteten, schafften es dann die letzten vier Kandidaten souverän eine Runde weiter.
Linda Bernsteiner, 18 Jahre jung und aus Unterolberndorf zauberte Gänsehaut auf die oberen Hautschichten: „I will always love you“ von Whitney Huston zu singen, ist schon mal eine mutige Entscheidung. Das dann bravurös zu meistern, verlangt einem Respekt ab. Und der Applaus? Der war bei ihr an diesem Abend eindeutig am lautesten.

Die lautesten Fans mit Kreischfaktor hatte zweifellos das Showkücken: Die 12-jährige Wolkersdorferin Claudia Krammer konnte heuer Jury und Fans überzeugen: Flatterten im Vorjahr noch die Nerven, so ist sie nicht nur aus diesen Problemen heraus gewachsen. Auch die Stimme hat sich wunderbar entwickelt. Und ihr „Stay“ von Rhianna: Überzeugend.
Saskia Knabl kommt aus Leopoldsdorf und mag eigentlich keine Country-Musik. Trotzdem zog sie die Cowboy-Boots an und sang „Jolene“ von Dolly Parthon – und begleitete sich dazu selbst auf der Gitarre. Mit ihrer vollen Stimme begeisterte sie.

Mit Talent und Fanpower zum Sieg

Am längsten musste Theresa Wittmann aus Obersdorf auf ihren Auftritt warten: Die 14-Jährige ging als letzte auf die Bühne und schmetterte „If I ain’t got you“ von Alicia Keys in die Eingangshalle des G3. Ob‘s schlimm war, so lange zu warten? „Nein, da kann man sich die ganze Show in Ruhe ansehen“, gibt sich die junge Dame cool: „Ich wollte auf keinen Fall als erste auftreten, das war mir wichtig!“

Knapp nicht gereicht hatte es für die 16-jährige Matzenerin Karmen Kristofek: Ihr dürften vor allem die Stimmen der Fans gefehlt haben, mit ihrer kräftigen, ausdrucksvollen Stimme und ihrem ruhigen Song hätte sie die Jury rund um Martin Writzmann, Anita „Niddl“ Ritzl, Nina Gattler und Eventmanager Thomas Breit überzeugt gehabt. Doch deren Votum entscheidet über den Aufstieg nur zu 60 Prozent. Karmen Kristofek konnte von den insgesamt 2.813 Anrufen zu wenige für sich verbuchen.

Nicht gereicht hatte es auch für Natalie Bielecka aus Unterolberndorf. Die 13-Jährige sang „Too Close“ von Alex Clare. Die Schleinbacherin Annemarie Racic sang mit kräftiger Stimme „Free“ von Emeli Sandé.
Für Abwechslung vom Pop sorgten Birgit Christenberger aus Götzendorf mit Muscial-Klängen und der Palterndorfer Pensionist Robert Bayer, der mit seiner Mundharmonika den Aufstieg versuchte.

Ausgefallen der Act von Same Ramadanoski: Der 18-Jährige Machte Beatbox und zeigte, welche Klänge er ohne Instrument seiner Kehle entlocken kann. „Das kann man nicht lernen, das muss man im Blut haben!“, ist Same überzeugt.

Für die sechs Finalisten geht es am 18. Juni weiter: Am Hollabrunner Stadtplatz werden sie am 18. Juni auf die Sieger der Bezirke Hollabrunn, Korneuburg und Tulln treffen, nur die drei Besten schaffen es ins große Finale. Und: Entscheidend wird auch hier nicht nur das Können, sondern die Kraft ihrer Fans sein.