Satelliten-Funk und Morsezeichen. Die Funkausstellung ist nur etwas für Hobbyfunker mit wenig Bezug zur Realität? Denn wo braucht man heute noch Funk? Klar gibt es noch jene, die mit Langwellensender Langstreckenfunkverbindungen aufbauen oder mit Morsezeichen funken.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 03. Juni 2019 (07:06)

Aber Funktechnologie findet sich in jeden Handy: Mit WiFi, Bluetooth, NFC, LTE und 2G bis 5G finden sich in jedem Smartphone gleich mehrere Funkgeräte, die täglich benutzt werden, ohne viel nachzudenken.
Und es gibt jene Funker, die innovativ sind und den neuen Amateurfunk-Satelliten nutzten, der mit finanzieller Unterstützung aus dem Emirat Katar in den Weltraum gesendet wurde.

Bei der Funkausstellung in Laa wurde dieser präsentiert - samt selbst gebauter Empfangs- und Funkantenne, die einfach auf eine handelsübliche Sat-Schüssel montiert werden kann. „Gestern haben wir das mit einer 30-Zentimeterschüssel probiert. Klappte problemlos“, berichtete Michael Zwingl, Präsident der österreichischen Amateurfunker.

Die Funkausstellung fand heuer zum 24. Mal statt, vor 32 Jahren wurde sie vom damaligen Bürgermeister Manfred Fass initiiert, auch um die Grenzen des Eisernen Vorhanges überwinden zu können. Zwei Jahre später wurde die Messe von Gästen aus Tschechien bereits gestürmt.

Und ein wenig von der Begeisterung merkt man noch heute: Vor der Ausstellungshalle findet jährlich ein großer Flohmarkt statt, der für Bastler, die nicht unbedingt das Neueste suchen, eine wahre Fundgrube ist.