Theatergruppe begeisterte im Gasthaus Klapka. Stück ist wie gemacht für die Stars des Ensembles.

Von Johann Hochleithner. Erstellt am 18. April 2019 (03:20)
Eva-Maria Jonasch als freche Gärtnerin Franzi, Susanne Buchinger als Josefine und Napoleon-Statue Leopold Jonasch als Janosch.
J. Hochleithner

Die Theatergruppe spielt wieder im Gasthaus Klapka und das diesjährige Stück scheint für sie geschrieben worden zu sein.

In „Ein Bild von einem Mann“ brillieren die Altstars Leopold Jonasch und Susanne Buchinger als Janosch und Josefine, die sich schon lange kennen und bei einer sammelwütigen Baronin als Hauswirtschafter-Ehepaar einstellen lassen. Das gemeinsame Aufstellen eines neuen Exponats, einer Napoleon-Statue, endet in einem Fiasko: Sie zerbricht.

Nun ist guter Rat teuer. Und Josefine hat die Idee, Janosch könnte sich als Napoleon auf das Podest stellen. Dafür trennte sich Poldi Jonasch nach dreißig Jahren sogar von seinem Vollbart.

Neben der spleenigen Baronin (Maria Busch) und ihrem vergesslichen Ehemann (Raimund M. Vielnascher) gilt es danach auch die anderen Hausangestellten ordentlich an der Nase herumzuführen. Darunter die herrlich quirlige junge Gärtnerin Franzi (Eva-Maria Jonasch), die die verstaubte Bude ordentlich aufmischt, sowie der wunderbar steife Butler Parker (Reinhart Püringer – er ist eine Leihgabe aus Ladendorf), und als Neuzugang gleich in einer großen Nebenrolle, die sie bravourös meistert, Theresia Religa als überkorrekte Sekretärin. Sehr witzig ist daher auch das Techtelmechtel zwischen den beiden.

Der falsche Napoleon hat es allerdings nicht leicht, neben der Herumsteherei und ständigem Hunger, wollen ihm der Baron und sein Helfer nächtens sogar mit Hammer und Hacke zu Leibe rücken.

Regisseur Stefan Turner hat die Personen wunderbar besetzt und das Personal darf großteils in tiefstem Dialekt reden, was den Spaß für die Zuschauer und die Darsteller noch steigert.