Unmittelbare Oper mit viel Witz. Gelungene  Premiere für die  diesjährigen Opernproduktion beim KlassikFestivals im Weinviertler Schloss Kirchstetten.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 04. August 2019 (09:23)

Unter der Regie von Richard Panzenböck und der musikalischen Leitung von Hooman Khalatbari steht bis 17. August die Oper „L´Italiana in Algeri" von Gioachino Rossini auf dem Spielplan des kleinsten Opernhauses Österreichs. 

 Im Ensemble des KlassikFestivals Schloss Kirchstetten glänzen in diesem Jahr international erfahrene Sängerinnen und Sänger wie Sonja Runje (Isabella), die unter anderem bei den Salzburger Pfingstfestspielen zu erleben war, oder der Bassbariton Daniele Macciantelli (Mustafa), der bereits in herausragenden Partien wie Sparafucile (Rigoletto) oder Basilio (Il barbiere di Siviglia) brillierte. Die weiteren Partien in „L'italiana in Algeri" interpretieren Jorge Juan Morata (Lindoro), Jorge Alberto Martinez (Taddeo), Pasquale Greco (Haly), Dora Garciduenas (Elvira) und Sevana Salmasi (Zulma) mit viel Spielfreude und Gefühl für den intimen Aufführungsrahmen.

 „Eine Herausforderung und gleichzeitig eine Chance bei der Regiearbeit in Kirchstetten ist die kleine Bühne. Da wir nicht die technischen Möglichkeiten eines großen Theaters haben um große Kulissen auf die Bühne zu bringen, liegt der Fokus ganz auf den Sängerinnen und Sängern und ihren Stimmen. Ich bin sehr froh, dass wir für ‚Die Italienerin in Algier‘ eine solch erstklassige Besetzung gefunden haben“, so Regisseur Richard Panzenböck, der die Opera Buffa mit viel Witz und Sinn fürs Detail inszeniert.

"Nirgendwo ist das Publikum so nahe an den Sängerinnen und Sängern"

In der Oper  „L'italiana in Algeri" verlangt es Mustafà, Bey von Algier, dringend nach einem zweiten Liebes-Frühling. Er sehnt sich nach temperamentvoller Exotik: nach den Reizen einer attraktiven Italienerin anstatt seiner Frau Elvira, die er mit seinem italienischen Sklaven Lindoro zu verheiraten plant.

„Ein Stück Operngeschichte, perfekt für die intime Rezeptionssituation im ‚Kleinsten Opernhauses Österreichs‘. Maximal 160 Besucher können einer Vorstellung beiwohnen, bei der eines ganz klar im Vordergrund steht: Oper auf besondere Art zu genießen, eben ‚hautnah‘! Nirgendwo sonst ist das Publikum so nahe an den Sängerinnen und Sängern, nirgendwo sonst ist Oper so unmittelbar erlebbar wie in Kirchstetten.“, freut sich Intendant Stephan Gartner auf die Opernsaison 2019.

Weitere Vorstellungen:

7., 9., 10., 14., 17. August jeweils 20 Uhr, Zusatzvorstellung: 16. August, 20 Uhr

Infos: www.schloss-kirchstetten.at

Karten im NÖN-Ticketshop www.noen.at/ticketshop