Neue Chance für SPÖ in Wilfersdorf?. ÖVP und FPÖ bleiben ihren Spitzenkandidaten treu. Die SPÖ setzt mit Roman Stahl auf ein neues Gesicht.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 11. Januar 2020 (04:11)
Josef Tatzber (ÖVP), Roman Stahl (SPÖ) und Gunar Draxler (FPÖ).
zVg

Bürgermeister Josef Tatzber (ÖVP) ist mit der Entwicklung der Großgemeinde in den letzten Jahren recht zufrieden. Dabei war ihm stets wichtig, in der Gemeindestube alle Entscheidungen möglichst gemeinsam zu erarbeiten und zu treffen. „Das macht auch die erfolgreiche Weiterentwicklung bei uns aus“, ist Tatzber überzeugt.

Die Wilfersdorfer Volkspartei hat jedenfalls viel vor. Für die nächste Periode ist vorrangig geplant den Hochwasserschutz, der bereits in der Umsetzungsphase ist, weiter voranzutreiben. Mittelfristig ist die Errichtung eines neuen Kindergartengebäudes geplant. Dort wird es zusätzlich eine Kleinkindergruppe geben. Weitere notwendige Vorhaben sind vor allem im Bereich der Erneuerung, der Pflege und der permanenten Instandsetzung der Infrastruktur der Gemeinde zu sehen. Das geht vom Breitbandausbau über die Verlegung der Stromversorgung unter die Erde bis zur Ortsdurchfahrt von Bullendorf. Auch das Ernst Kellermann-Musikerheim soll in neuem Glanz erstrahlen.

"Natürlich wollen wir wieder den Bürgermeister stellen"

Der ecoplus-Wirtschaftspark geht nun in die zweite Ausbauphase, was Arbeitsplätze vor Ort sichert und neue bringt. Die Gemeinde wächst, was auch neue Bauplätze notwendig macht. „Natürlich wollen wir wieder den Bürgermeister stellen und mindestens so stark sein wie bisher, um gemeinsam mit allen Fraktionen im Gemeinderat die gute Entwicklung von Wilfersdorf fortzuführen“, so Tatzber gegenüber der NÖN.

Roman Stahl tritt erstmals als Spitzenkandidat der SPÖ an. Er erwartet sich ein respektables Wahlergebnis: „In Zeiten, wo sich die Großgemeinde immer mehr von einer landwirtschaftlich dominierten zu einer Arbeitnehmergemeinde entwickelt, sind diese Mitbürger bei uns bestens aufgehoben“. Sonst ist Stahl ebenfalls ein Vertreter des Konsenses in der Gemeindestube, wobei er allerdings die politische Ausgewogenheit schätzt.

Gunar Draxler tritt wieder als Spitzenkandidat für die FPÖ an und erhofft sich einen Mandatszuwachs. Sein wichtigstes Anliegen: „Werte bewahren, statt Überfremdung erdulden.“ Draxler will sich aber auch dafür aussprechen, dass es keine Erweiterungen des Windparks gibt. „Die Windkraftwerke erzeugen in Wilfersdorf schon zehnmal mehr Strom als die Gemeinde verbrauchen kann.“