Hundert Tage Rot-Schwarz: Großes Arbeitspensum. Zufriedene Zwischenbilanz über die neuen Stadtregierung ziehen Bürgermeister Alexander Vojta (SPÖ) und Vizebürgermeister Lukas Mandl (ÖVP).

Von Harry Gangl. Erstellt am 18. Juni 2015 (06:21)
NOEN, Harry Gangl
Zufriedene Bilanz nach hundert Tagen rot-schwarzer Stadtregierung: Alexander Vojta und Lukas Mandl voller Elan vor dem Gerasdorfer Rathaus.

Am vergangenen Freitag fand in den Räumlichkeiten des Gerasdorfer Rathauses eine Pressekonferenz unter Bürgermeister Alexander Vojta und Vizebürgermeister Lukas Mandl statt, in der sowohl die Bilanz der letzten 100 Tage Stadtregierung, als auch ein Ausblick in teils laufende, teils neue Projekte gegeben wurde.

Hervorragende Zusammenarbeit zwischen Parteien

So hob der Bürgermeister gleich zu Beginn der Bilanz die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Parteien hervor, mit der es möglich war, dies alles in nur so kurzer Zeit anzugehen.

Vizebürgermeister Mandl erörterte den Kindergarten Oberlisse, der mit seinen zehn Gruppen der Größte in Niederösterreich ist: „Der Bau ist mit einer Bauzeit von weniger als einem Jahr voll im Plan, die Übersiedelung wird in den Schulferien stattfinden und mit einer Eröffnung ist bereits heuer im September zu rechnen! Und trotz seiner Größe ist hervorzuheben, dass es hier an Heimeligkeit und der ungeteilten Aufmerksamkeit für jedes einzelne Kind nicht fehlen wird!“

Mehr Platz für Kindergartenkinder

So wird auch die Instandsetzung der Spielplätze in Gerasdorf gemeinsam mit den Experten vom TÜV unter dem Motto „Mehr Sicherheit, mehr Spaß beim Spielen, jetzt geht es weiter mit modernen Spielgeräten“ zügig vorangetrieben. Mehr Kindergarten-Plätze inklusive eines gemeinsamen Gartens und Bewegungsraumes wird es auch in Kapellerfeld geben.

„Das dies mit einem gewissen Tempo geschieht, ist auch dem Land NÖ mit Landesrätin Barbara Schwarz zu verdanken“, so Alexander Vojta. Und weiter: „Es gibt hier dank der Eigeninitiative der Direktorinnen der Volksschule und des Kindergartens einen gemeinsamen Garten. Man möchte hier sozusagen „geistig“ Barrieren niederreißen, indem die Volksschulkinder auf die Kindergarten-Kinder aufpassen und gemeinsam Projekte angehen.“

„Datenschutz-Barriere“ zwischen Schule und Kindergarten bleibt

Lukas Mandl fügt hinzu, „dass die sogenannte „Datenschutz - Barriere“ zwischen Kindergarten und Schule selbstverständlich gewahrt bleibt. Was bedeutet, dass Informationen und Daten über die Kinder zwischen Kindergarten und Schule nicht ausgetauscht werden.“

„Der Ausblick für Gerasdorf führt zunächst in den Kindergarten Föhrenhain, wo gerade die Kinderzahlen - unter anderem an Hand der Geburtenstatistik - erhoben werden und so das Projekt zügig und punktgenau vorangetrieben werden kann“, so Mandl.

„Wir suchen gerade eine Liegenschaft und kontaktieren die Förderstellen, wie auch im Falle der Evaluierung zur Hortbetreuung für die Schulstandorte Oberlisse, Seyring und Kapellerfeld, wo Horte in den Volksschulen als „Kommunikativer Prozess“ - in denen die Horte voneinander lernen - eingerichtet und verbessert werden sollen. Auch hier wollen wir die Zusammenarbeit mit Landesrätin Barbara Schwarz hervorheben, mit der wir schon einen Termin haben.“

Kosten durch „Abfallwirtschaft-Neu“ gesenkt

Ein ganz anderes Thema ist die „Abfallwirtschaft-Neu“, wo man dem Beispiel Klosterneuburg folgen möchte, das die Kosten durch interkommunale Zusammenarbeit gesenkt hat. Ende Juni wird es dazu ein Erstgespräch zwischen Gerasdorf und Klosterneuburg geben.

Im Vorfeld der Pressekonferenz gab es auch ein Erstgespräch mit dem zuständigen Team der Stadtregierung zum Fluglärm über Gerasdorf. „Das Ziel ist die Gründung eines Anrainer-Vereins mit Unterstützung der Stadt“, erklärt der Bürgermeister. „Durch die Lage der zweiten Piste des Flughafens Wien sind vor allem die Anflugschneisen Seyring und Kapellerfeld betroffen.“

Lukas Mandl betont aber den „Curved Approach“, wo moderne Flugzeuge im Landeanflug schon in der Lage sind, eine kleine Schleife zu fliegen und so die betroffenen Orte gar nicht mehr behelligen. Beziehungsweise wird mit der geplanten dritten Piste des Flughafens dann die schräg liegende zweite Piste sowieso nur mehr Ersatz sein. „Auf jeden Fall wird man einen langen Atem brauchen.“

Rathausumbau und Volksbefragung

Beim Thema „Rathaus-Neu“, wo ein Baubeirat gebildet wurde und die Mitarbeiter voll eingebunden sind, wurden bereits Beschlüsse gefasst. 400.000 Euro Förderung sind von Landeshauptmann Pröll zugesagt und so werden u.a. das neue Bürgerservice und auch die Barrierefreiheit im gesamten Rathaus bald schon keine Fremdwörter mehr sein.

Zur geplanten „Hügelaufschüttung Gerasdorf-Ort“ nördlich des Marchfeldkanals „wird eine als verbindlich für die Mitglieder der Stadtregierung geltende Volksbefragung stattfinden. Dazu wird im Vorfeld ein Folder aufliegen, der von Befürwortern und Gegnern erarbeitet wurde und transparent Zahlen, Daten und Fakten dazu enthalten wird“, erklärt Lukas Mandl.