Erstellt am 30. August 2011, 00:00

Giftköder, und keiner weiß davon. DUBIOSER FUND / Passanten fanden auf Eurovelo einen mit Pulver versetzten, mechanisch bearbeiteten Giftköder, weder Polizei noch Gemeinde wissen von Giftanschlägen.

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KREUTTAL /  Achtung: Am Radweg Eurovelo zwischen Unterolberndorf und Schleinbach auf Höhe altes Ziegelwerk, wurden am 22. August mehrere, eindeutig für Hunde präparierte Giftköder gefunden. Das berichtet die Internetplattform www.giftwarnkarte.info, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Tierbesitzer vor Giftlegern zu warnen.

Bei den gefundenen Ködern handle es sich um mechanisch bearbeitete, scharfkantige Knochenstücke, die mit einem weißen Pulver präpariert waren, berichtet Michael Hillinger von www.giftwarnkarte.info. Ein Köder wurde zur Untersuchung in die Veterinärmedizinische Uni geschickt, ein Ergebnis der Untersuchung steht noch aus. Laut der Melderin des Fundes seien an dieser Stelle, die auch von Spaziergängern und Kindern stark frequentiert sei, schon öfters Giftköder gefunden worden. Und auch Hunde seien hier bereits vergiftet worden - zuletzt Ende Juni.

Bei der Polizei weiß man von Giftattacken auf Hunde im Kreuttal nichts: Inspektionskommandant Friedrich Gepp kennt zwar den Fall vom Juni, damals hatte sich aber herausgestellt, dass der Hund Spritzmittel von einem Feld abbekommen und deshalb die Vergiftungserscheinungen gezeigt hatte. Das jedenfalls habe die Nachfrage beim Tierarzt ergeben. „Von ausgelegtem Gift im Bereich Schleinbach und Unterolberndorf wissen wir nichts!“

Auch auf den Gemeindeämtern Kreuttal und Ulrichskirchen-Schleinbach ist man ob dieser Giftköder ratlos. Denn auch hier hat man noch nichts von Giftattacken auf Hunde, weder aktuell noch in früheren Zeiten, gehört, weder von den ortsansässigen Jägern noch von Gemeindebürgern.

Wie kann man seinen Hund vor Giftködern schützen? „Indem man ihn gut ausbildet, ihm das Futtertausch-Spiel beibringt und einen Beißkorb anlegt“, rät Michael Hillinger. Außerdem sollten alle Giftköderfunde nicht nur seiner Plattform, sondern auch den zuständigen Behörden und der Polizei gemeldet werden. Denn wissen die nichts, können sie auch keine Untersuchung starten.