Nahwärmeanlage-Eröffnung: Energie regional produziert. Nach vier Jahren wurde nun die örtliche Biomasse-Nahwärmeanlage umgesetzt.

Von Elisabeth Vyvadil. Erstellt am 13. Dezember 2018 (03:00)
Bürgermeister Manfred Schulz, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Bioenergie-NÖ-Obmann Gerhard Rathammer mit Pater Nicholas Thenammakkal, der die Nahwärme-Anlage segnete.
E. Vyvadil

„Es war eine lange Vorbereitungs- und eine kurze Bauphase“, sagte Bürgermeister Manfred Schulz bei der Eröffnungsfeier der örtlichen Nahwärmeanlage letzten Freitag.

Erste Untersuchungen zur Biomasse-Nahwärme im jetzigen Versorgungsbereich fanden im November 2014 statt, eine erste Projektskizze stellte unter anderem Klimaeffekte und regionale Wertschöpfung dar. Die Suche nach dem Standort führte ins „Hintaus“, nach positiver Prüfung der Förderwürdigkeit wurden die Entscheidungsgrundlagen für die Gemeinde erarbeitet.

2018 - und nach kurzer Bauzeit von acht Wochen - wurde die Anlage am 2. Oktober in Betrieb genommen. Versorgt werden die öffentlichen Gebäude Gemeindeamt, FF-Haus, Veranstaltungssaal, Musik- und Jugendheim sowie Volksschule. Brennstoff ist regionales Waldhackgut, die Gemeinde verfügt über 110 Hektar Wald, die seit vier Jahren professionell bewirtschaftet werden.

Eine installierte Visualisierung erlaubt die Fernüberwachung von Biomassekessel, Heizhaus und Übergabestationen. Inzwischen konnten über das System wichtige Auswertungen zur Optimierung des Anlagenbetriebes durchgeführt werden, im laufenden Betrieb ermöglicht es die Fernverstellung der Gebäude-Heizungsregler.

„Heute ist ein besonderer Tag, wir feiern dreifach“, so Schulz: Mit der Anlage handelt es sich um die 65. „Bioenergie NÖ“-, sowie die 750. Biomasse-Nahwärme-Anlage in Niederösterreich: „Es gibt mehr Anlagen als Gemeinden“, so Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der plädierte: „Wir müssen uns die Energie selber produzieren hier in der Region.“