Wärme aus der Nähe: Spatenstich ohne Private. Der Spatenstich und somit Baustart für die Nahwärmeanlage in Gnadendorf erfolgte vergangene Woche. In den nächsten zwei Monaten wird fleißig gearbeitet.

Von Elisabeth Vyvadil. Erstellt am 17. August 2018 (03:00)
Gemeinderäte und Gemeindemitarbeiter sowie Vertreter der ausführenden Firmen begingen gemeinsam mit dem Bürgermeister den Spatenstich zur Nahwärmeanlage Gnadendorf: Herbert Breindl, Johann Staribacher, Richard Pelzelmayer, Klaus Christenheit, Werner Plöckl, Martin Schmidt, Manfred Schulz, Rainer Bernold, Josef Petschko, Albert Heger, Gerald Staudacher, Jürgen Renner und Reinhard Pressl.
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Vertreter der Gemeinde sowie projektausführender Firmen nahmen vergangene Woche am Montag den Spatenstich für die zukünftige Nahwärmeanlage vor. Damit sollen die öffentlichen Gebäude in Zukunft mit nachhaltiger Energie aus der Region beheizt werden.

Eine Fernwärmestationen-Montage ist im Laufen, erste fossile Kessel-Anlagen wurden bereits entsorgt. „Wir sind gerade dabei, alle Heizöltanks zu entfernen, diese sollen wiederverwertet werden. Das Heizöl wurde ausgesaugt und bei Privaten, die Platz dafür haben, eingefüllt. Dies wird später verrechnet“, so VP-Bürgermeister Manfred Schulz über den Stand der Dinge.

Auch der zuerst gerissene und dann geflickte Heizkessel in der Volksschule wurde mittlerweile abgebaut. Wenn alles fertig ist, sollen sowohl die Volksschule als auch das FF-Gebäude, die Veranstaltungssäle, das Gemeindeamt sowie das Kulturhaus an die Nahwärmeanlage angeschlossen werden.

„Es könnte schon sein, dass sich in Zukunft mehr Bürger damit auseinandersetzen und Interesse zeigen.“Manfred Schulz, VP-Bürgermeister

Einen Wermutstropfen gibt es für Schulz jedoch: Sämtliche private Interessenten sind abgesprungen. Geplant war, dass zwei bis drei Haushalte an die neue Anlage angeschlossen werden. „Es könnte aber schon sein, dass sich in Zukunft mehr Bürger damit auseinandersetzen und Interesse zeigen.“ Theoretisch könnten Interessierte auch nach der Anlagen-Fertigstellung angeschlossen werden: „Dann muss die Leitung neu aufgegraben werden“, so Schulz.

Bis das jedoch spruchreif ist, gibt es noch viel zu tun: Die Fernwärmeleitungen, Betonfundamente und der Hackgutaufgabeschacht werden errichtet. Danach kann auch die Installation der Fertigteile und der Kesselanlage in der ersten Septemberhälfte starten. Die zuständige Installations-Firma soll bis zur Anlagen-Fertigstellung die notwendigen Installationsarbeiten abgeschlossen haben. Eine Druckprobe wird vor dem direkten Anschluss vorgenommen.

Wann soll die Anlage nun in Betrieb genommen werden? Schulz: „Die Inbetriebnahme ist nach letztem Stand in den ersten zwei Oktoberwochen geplant. Das sollte sich ausgehen, bis die Heizsaison beginnt.“ Gäbe es wider Erwarten Verzögerungen bei der Umsetzung, kann mit einer kleinen Ausleih-Anlage ausgeholfen werden. Das Projekt kostet der Gemeinde 230.000 Euro: „Daran hat sich nichts geändert“, so Schulz gegenüber der NÖN.