Pilwarsch (Liste MUT): „Noch nicht alles erreicht“. Die Liste MUT wird wieder antreten. Mit dem Erreichten zeigt man sich zufrieden.

Von Claudia Mimlich. Erstellt am 09. August 2019 (04:37)
Claudia Mimlich
Bürgerliste MUT-Chef RainerPilwarsch sieht viele Forderungen von 2014 umgesetzt. Die Politik sei transparenter geworden, bei der Zusammenarbeit gebe es noch Defizite.Mimlich

Wenn 2020, vermutlich im Jänner, der Gemeinderat gewählt wird, wird auch die Bürgerliste MUT wieder antreten.

2014 wurde sie nach kontroversen Diskussionen zu einzelnen Projekten gegründet. „Die Ziele aus dem Gründungsjahr sind nun teilweise erfüllt worden“, sagt Rainer Pilwarsch, Obmann der MUT: Aber eben nur teilweise, schränkt er ein.

„Die Freunderlwirtschaft hat sich aufgehört und bei der Personalbesetzung von Gemeindeposten ist die notwendige Transparenz entstanden“, sieht Pilwarsch positive Veränderungen in den letzten Jahren. Transparenz ist eines der Dinge, die MUT vom ersten Tag an forderte, ebenso wie ein „Miteinander“. „Damit hapert es allerdings noch ein wenig“, meint der Obmann der Bürgerliste und würde sich einen schnellen und zuverlässigen Informationsfluss zwischen ÖVP und den Oppositionsparteien wünschen.

"Nachhaltig an kommende Generationen denken"

Immer wieder würden ihn vollendete Entscheidungen der regierenden ÖVP überraschen, seien es auch nur Kleinigkeiten, die mit keinem Mitglied der Opposition besprochen wurden, wie man sich seitens MUT ein „Miteinander“ vorstellen würde. Zu wenig etwa tue sich in Sachen Klimaziele, findet Rainer Pilwarsch und befürchtet, dass die neue Hauptstraße nicht mit Bäumen begrünt wird, was völlig gegen den klimafreundlichen Trend, stark bebaute Flächen besonders stark zu begrünen, sei.

Ladendorf werde in der Zukunft wohl eher wachsen, als kleiner werden, man könnte jetzt schon gewisse Maßnahmen setzen. „Es wäre angebracht, nachhaltig an die kommenden Generationen zu denken und nicht nur an die nächste Wahl“, setzt Rainer Pilwarsch, selbst langjähriger und erfahrener Biobauer, nach.