Neuer Vizepräsident beim Cavallerie-Verband. Der Grafensulzer Fritz Gappmayr wurde Vize-Chef beim Cavallerie-Verband.

Von Josef Christelli. Erstellt am 17. Februar 2017 (05:00)
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Fritz Gappmayr in voller Montur mit seinem Pferd Cord - so kennen ihn die Grafensulzer noch nicht.
Josef Christelli

Seit der Generalversammlung des Österreichischen Cavallerie-Verbandes ist Fritz Gappmayr, seines Zeichens Kommandant des niederösterreichischen Dragonerregiments Nikolaus Graf Pejacsevich, dessen Vizepräsident. Der 65-Jährige ist Oberstleutnant der Kavallerie und lebt mit seiner Frau Brigitte Kindler seit 2007 in Grafensulz.

„Es ist ja kaum jemand bereit, bei uns mitzumachen. Das Problem ist, dass in den Reitvereinen meist sehr viele Frauen engagiert sind, aber sehr wenige Männer!“Friedrich Gappmayr, Vizepräsident Österreichischer Cavallerie-Verband

Der langjährige Dragoneroffizier und passionierte Reiter mit eigenen Pferden gilt als ausgesprochen kameradschaftlicher und ausgleichender Charakter mit sehr viel geschichtlichem Wissen und ausgezeichnetem kavalleristischen Können. Darüber hinaus ist der Oberstleutnant der Kavallerie ein sehr erfahrener Orientierungsreiter.

Seine Bereitschaft, die Geschicke des Österreichischen Cavallerie-Verbandes für die nächsten vier Jahre mitzugestalten, ist nicht nur für den Verband eine Bereicherung, sondern für die gesamte österreichische Kavallerieszene.

Tradition wird aufrecht erhalten

Der in den Leiserbergen beheimatete Pferdeliebhaber setzt mit seinem Dragonerregiment Nikolaus Graf Pejacsevich auch wesentliche Akzente in der Erhaltung der Tradition: So wird jährlich der Kaiserball in Korneuburg organisiert und die Aktion „Licht von Bethlehem“, wo alljährlich am Heiligen Abend das Friedenslicht von berittenen Dragonern in Korneuburg, Bisamberg, Flandorf, Stetten-Schloß Seebarn und Harmannsdorf-Rückersdorf und Umgebung verteilt wird.

Mit den Einnahmen dieser Veranstaltungen, die von tausenden Menschen besucht werden, werden die kostenintensiven Ausrückungen finanziert und auch karitative Zwecke unterstützt.

Nach Grafensulz ist der gebürtige Salzburger auf Umwegen gekommen. Vorerst durch seinen Beruf als Monteur beim Verbund landete er in Stetten und lebte dort rund 30 Jahre. 1992 hat Gappmayr bei einem Orientierungsritt die Kavallerie kennengelernt, die keinen „Chef“ hatte. Bei den Dragonern wurde er durch sein Engagement später zum Obmann und Kommandanten.

"Mit anderen Vereinen gut zusammenarbeiten"

Seine Pferde hatte er im Reitstall Lehner in Niederleis eingestellt und suchte eine Unterkunft in der Nähe seiner Tiere. Ein altes Bauernhaus in Grafensulz war damals zum Verkauf und das gefiel den Gappmayrs. Pferdestall, Auslauf und Garten waren ideal. So beschlossen die beiden, in die Leiserberge zu ziehen, und fühlen sich dort auch sehr wohl. „Super Kumpel“, nannte ihn Feuerwehrkommandant Alois Frühwirth.

Seine künftige Aufgabe als Vizepräsident nimmt der „Fritz“ sehr ernst: „Ich will den Präsidenten voll unterstützen und mit anderen Vereinen gut zusammenarbeiten“, so der traditionsbewusste Mann, der schon lange im Vorstand mitgearbeitet und überall mitorganisiert hat.

Ein großer Wunsch ist Nachwuchs für seine Gruppe zu finden: „Es ist ja kaum jemand bereit bei uns mitzumachen. Das Problem ist, dass in den Reitvereinen meist sehr viele Frauen engagiert sind, aber sehr wenige Männer“, so Gappmayr, der auch stolz darauf ist, dass der Regimentsinhaber Lazlo Graf Pejacsevich noch lebt, und zwar 75-jährig in Kleinrötz.

Der nächste große organisatorische Einsatz für die Reitergruppe ist der Kaiserball am 18. Februar in Korneuburg.