Steigende Kosten: Bäckerei Uhl braucht Hilfe

Erstellt am 23. Juni 2022 | 05:36
Lesezeit: 2 Min
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Hans Uhl hofft, dass er seine kleine Bäckerei mit Kaufhaus weiter zu den Öffnungszeiten Montag bis Samstag von 6 bis 12 Uhr geöffnet halten kann.
Foto: Susanne Bauer
Vor allem die hohen Energiepreise bringen den Nahversorger aus dem Hanfthal in die Bredouille.
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Die kleine Bäckerei mit Kaufhaus von Hans Uhl ist in Hanfthal und Umgebung sehr beliebt. Viele Kunden kommen auch, um ein Tratscherl zu halten oder in der gemütlichen Sitzecke einen Kaffee zu trinken.

1929 wurde die Bäckerei vom Großvater des Besitzers gegründet und von Uhls Vater weitergeführt. Kurz nach Absolvierung seiner Bäckerausbildung musste Hans Uhl 1986, nach dem plötzlichen Tod seines Vaters, das Geschäft übernehmen. Gemeinsam mit seiner Schwester, die den kaufmännischen Teil übernahm, führte er Bäckerei und Greißlerei.

Ein weiterer Schicksalsschlag ereilte ihn mit dem Tod der Schwester, doch der Bäcker mit Leib und Seele startete mit einem neuen Team neu durch. Auf diese vier Mitarbeiter – ein Bäcker und drei Damen im Teilzeitverkauf – kann sich der Chef bedingungslos verlassen.

Nun steht er mit seinem Betrieb vor einer neuen Herausforderung: „Die stark gestiegenen Energiekosten zwingen mich zu Veränderungen mit Einsparungen im Betrieb“, erzählt Uhl. Mit den Mitarbeitern gab es bereits eine Besprechung, bei der er versprach vorerst bis Jahresende weiterzumachen. Zudem möchte er das Geschäft optimieren und Ladenhüter aus dem Verkaufsprogramm nehmen. Alternativ könnte er mit festen Brennstoffen heizen. Um Gas zu sparen, wird vorwiegend mit dem neueren Backofen gebacken.

Uhl ist gewillt weiterzumachen, damit seine Kunden, zu denen auch drei Fleischhauer - und ein Feinkostgeschäft in Laa, Frühstückspensionen und Kaufhäuser in Unterstinkenbrunn, Stronsdorf und Ungerndorf zählen, mit gutem, handgemachtem Gebäck beliefert werden können.

Außerdem hofft er auf finanzielle Unterstützung von Land und Bund. Mit Vertretern der Stadtgemeinde Laa führte er diesbezüglich ebenfalls Gespräche. Sollten die Einsparmaßnahmen greifen und eine Unterstützung gewährt werden, kann das kleine Geschäft, das weit mehr als ein Nahversoger ist, geöffnet bleiben.

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