Großes Interesse an "sehenden" Schuhen. Vom Schulprojekt zum Start-up: Blinde, Bundesheer und Blaulichtorganisationen haben Interesse an „sehenden“ Schuhen.

Von Theodora Höger. Erstellt am 10. November 2017 (05:00)
privat

Seit seinem Auftritt in der Fernseh-Show „Zwei Minuten - Zwei Millionen“ hat sich Kevin Pajestkas Leben komplett verändert: Bau-Tycoon Hans-Peter Haselsteiner glaubte an die Geschäftsidee des jungen Hautzendorfers, Schuhe für Blinde und Sehbehinderte zu entwickeln und sagte ihm spontan ein Investment zu.

Mit insgesamt 500.000 Euro konnte er mit seiner Firma Tec-Innovation die Arbeit aufnehmen; mittlerweile haben er und sein Geschäftspartner Markus Raffer bereits die zweite Finanzierungs-Runde abgeschlossen.

Die Ziele hat sich das junge Team hoch gesteckt: „Wir präsentieren auf der Medica Messe in Düsseldorf bald den aktuellen Prototyp. Interessierte können die erste Beta-Version der Schuhe bald bei Händlern testen“, freut sich Pajestka darauf, sein Produkt, das als HTL-Projekt begonnen hatte, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Günstiger als Blindenhund

Günstiger als ein Blindenhund sollen die echten Waldviertler mit Sensor sein und dabei allen mit eingeschränktem Sehvermögen helfen: Auch das Bundesheer und Feuerwehren sind schon auf den Jungunternehmer zugekommen.

Was Pajestka Jungunternehmern rät? „Nicht unbedingt auf andere hören und sich selbst ein Bild davon machen, ob sich die Selbstständigkeit lohnt.“