Neues Buch: Oft wurde Mundart nur verballhornt. Am Fronleichnamstag wurde im Eisenhuthaus das Buch „Eine kleine Flurnamenkunde“ präsentiert. „Die Flurnamen sind ein besonderes Juwel der Geschichte: Im 12. Jahrhundert wurden sie erstmals als Orientierungshilfe erwähnt“, betont Initiator Johannes Rieder. Autorin Elisabeth Arnberger hat ihr großartiges Wissen in das Buch eingebracht und es den Poysdorfer Winzern und ihren Rieden gewidmet.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 24. Juni 2019 (17:43)

Ein Drittel des Buches ist Allgemeinwissen über die Flurnamen, die anderen zwei Drittel beschäftigen sich konkret mit den Poysdorfer Rieden aller Katastralgemeinden. „Damit ist das Buch auch ein wertvoller Schatz für viele andere Orte, denn Namen wie in Poysdorf gibt es in fast allen Orten“, erzählt Arnberger.

Weinbauvereinsobmann Martin Hugl betonte bei der Buchpräsentation, dass die Riedenverordnung im Vorjahr gewisse Riedennamen in den Mittelpunkt stellt. Das Wissen über deren Geschichte und Herkunft sei sehr wertvoll.


Recherche fing mit dem Namen Saurüssel an

Begonnen hat für das Buch alles mit der Suche nach den Wurzeln des Riedennamens Saurüssel. Der Name steht für Saurieseln eine alte Schweineweide. Oft wurden unverständlich gewordene Worte aus dem Althochdeutschen einfach angepasst. Dies machten auch die Landvermesser, welche die Mundart der Einheimischen nicht verstanden. So wurde aus Teu – Mundart für Teil – Tal.

Im Detail

Das Buch ist zum Preis von 18.90 Euro plus Versandkosten unter post@kellerakademie.at zu bestellen. Auch in den Buchhandlungen Woditschka und Zangl ist es erhältlich. Die Kellerakademie kümmerte sich um das Layout und die Karten. Manfred Leisser und Werner Kraus standen bei der Drucklegung zur Seite.