Entscheidung: Biber bleiben, Bauern müssen weichen. Der Biber macht jenseits der österreichischen Grenze Probleme. Drei Biberfamilien, die seit Jahren am Fluss Černá Strouha bei Hevlín (drei Kilometer von Laa an der Thaya entfernt) beheimatet sind, verursachten den hiesigen Landwirten enorme Schaden. Nun entschied die Landesregierung Südmähren: Der Nager darf bleiben, die Landwirte müssen weg.

Von Ondrej Svatos. Erstellt am 02. März 2021 (11:44)
Symbolbild
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Drei Biberfamilien machen das Leben der tschechischen Bauern in der Grenzregion schwer. Die durch den Nager gebauten Dämme schädigen jährlich über 300 Hektar Agrarfläche. Die Ernte ist unbrauchbar. Auf der anderen Seite, sorgt das Tier für die Entstehung von Sümpfen und den Erhalt der hiesigen Auwälder.

Die Natur soll jetzt Vorrang haben, sagt Landesrat der Südmährischen Region für Ökologie, Lukáš Dubeč. Die tschechische Regierung wird den betroffenen Landwirten anbieten, dass der Staat ihre Felder aufkauft oder ihre landwirtschaftlichen Nutzflächen gegen andere Parzellen austauscht. Somit wird in der Grenzregion unmittelbar an der tschechisch-österreichischen Grenze ein neues Naturschutzgebiet entstehen, das auch der Öffentlichkeit zugänglich sein wird, äußert sich gegenüber der Tageszeitung “Deník” Vizebürgermeister von Hevlín Václav Čaj.

https://znojemsky.denik.cz/zpravy_region/u-hevlina-vyuziji-bobry-k-tvorbe-mokradu-pudu-zemedelcum-kraj-vymeni-20210217.html