Korruption hält auf. Die „Friends for Nepal“ sammelten 8.000 Euro für Katastrophenopfer. Die dortige Regierung will aber mitnaschen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 04. Juni 2015 (06:30)
NOEN, Tom Stuppner
In Nepal fehlt es am Notwendigsten. Und das politische System ist korrupt. Im Bild: der Aufbau eines Zeltlagers.

„Es ist wirklich berührend, wie positiv die Menschen der Region auf unser Projekt reagieren und großzügig spenden!“ Brigitta Harrach, Organisatorin des großen Benefizabends für die Erdbebenopfer in Nepal, ist mit den 8.000 Euro, die der Abend im Filmhof Weinviertel erbrachte, zufrieden. Ausschlaggebend für den Erfolg sei der persönliche Kontakt zu den Organisatoren.

Was passiert nun mit dem Geld? Die „Friends for Nepal“ werden das Geld direkt, ohne Umwege, in Nepal zu den Hilfsbedürftigen bringen. Das Problem dabei: „In Nepal geht es halt sehr korrupt zu“, weiß Harrach: „Unser Obmann Tom Stuppner ist vor Ort und fast am Verzweifeln!“

Regierung will Spenden versteuern 

Denn die Regierung will gespendete Zelte und Schlafsäcke versteuern, sonst würden die Hilfsgüter nicht an die Katastrophen-Opfer ausgeliefert. „Da wären Schmiergelder gefragt, aber da können und wollen wir nicht mitmachen“, sagt Harrach. Die Menschen hätten ja nicht für die Regierung, sondern für die Opfer gespendet.