Die Mistelbacher Tafel braucht Spenden. Die Team Österreich Tafel Mistelbach versorgt weiterhin mit dem Notwendigsten. Großspender sind aber ausgefallen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 09. April 2020 (04:38)
Die Team Österreich Tafel Mistelbach ist angewiesen auf Spenden, wie hier eine Mineralwasserspende der Firma Interspar. Derzeit wird wenig gespendet.
zVg

„Letzten Samstag hatten wir fast kein Mehl, keinen Zucker und keinen Reis mehr. Das sind aber die Sachen, die die Leute täglich wirklich brauchen!“ Thusnelda Mrazek von der Team Österreich Tafel Mistelbach kennt die Sorgen ihrer Klienten, die sich jeden Samstag um das Notwendigste zum Leben bei der Tafel in der Gewerbeschulgasse anstellen.

In der Coronakrise werden die Lager der Tafel leerer, die Spenden werden weniger: „Da haben wir im Moment ein Minimum“, sagt Mrazek: „Auch bei den Mehlspeisen sind wir aus, weil zwei Lieferanten nicht mehr liefern.“

Fertig gepackte Pakete für ältere Menschen

Wie funktioniert die Team Österreich Tafel Mistelbach in Zeiten der Coronamaßnahmen und des großen Abstandhaltens? Für den Durchschnitts-Tafelgeher ändert sich wenig.

Einzig die Ausgabe dauert etwas länger, weil nur drei bis vier Personen gleichzeitig in den Räumlichkeiten sein dürfen. Für ältere Menschen, die nicht mehr so gut bei Fuß sind, gibt es fertig gepackte Pakete, die gleich beim Eingang entgegengenommen werden können. Und Menschen, die zudem nicht mobil sind, bekommen ihre Pakete geliefert.

Am vergangenen Wochenende wurden 55 Haushalte mit 147 Personen mit Lebensmitteln versorgt, 24 Lebensmittelpakete wurden vor der Tafel direkt vergeben und sechs Haushalte wurden direkt beliefert. „Das ist aber abhängig von unseren Möglichkeiten. Weil die Helfer müssen da mit ihren Privat-Autos fahren“, sagt Mrazek.

Wie kann man die Tafel unterstützen? Mit haltbaren Lebensmittel (Reis, Teigwaren, Zucker, Salz usw. ), von Firmen, Vereinen und Privatspendern. Abgabe jeden Samstag von 14 bis 17 Uhr in der Ausgabestelle/Gewerbeschulgasse 2. Für Großspender kann nach Absprache auch eine Abholung organisiert werden. „Helfende Hände, die ehrenamtlich bei uns tätig sein möchten, werden dringend gesucht“, lädt Mrazek zur Mitarbeit ein.

Weitere Info unter Thusnelda.Mrazek@n.roteskreuz.at