Hitler-Gruß und Hakenkreuz. Rekrut angezeigt / Nach nur drei Tagen wurde ein Steirer schon wieder vom Dienst beim Heer entsorgt: Er war durch rassistische Schimpfereien, Drohungen und Nazisymbole aufgefallen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 13. Mai 2014 (10:00)
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MISTELBACH / Nur kurz währte der Wehrdienst für einen jungen Steirer in Mistelbach: Am 5.Mai war er in der Bolfras-Kaserne eingerückt, am 8. Mai wurde er vom Dienst enthoben: Er soll seine Kameraden mit Morddrohungen belegt, einen dunkelhäutigen Rekruten rassistisch beschimpft und die Wände in der Unterkunft mit Hakenkreuzen und NS-Symbolen beschmiert haben. Und laut mehreren Zeugen soll er auch mehrmals den „Hitler-Gruß“ getätigt haben. Und andere Rekruten filmten die Vorfälle mit ihren Handys.

Bei derartigen Vorkommnissen kannte man in der Mistelbacher Kaserne keinerlei Pardon: „Das Fass zum Überlaufen gebracht haben dann die Nazi-Schmierereien“, sagt Presseoffizier Herwig Graf. Sofort wurde Strafanzeige erstattet, ein Disziplinarverfahren eingeleitet und der Rekrut vom Dienst enthoben. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschalten die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Wie geht es jetzt weiter? „Es wird eine normale Verhandlung bei Gericht geben, danach wird das Heeresabwehramt überprüfen, inwieweit der Steirer diensttauglich ist, wann und wo er wieder einrücken muss“, sagt Offizier Herwig Graf: „Ein Hakenkreuz an die Wand zu malen reicht nicht aus, um abrüsten zu können!“