Aus für Weinviertler Festspiele auch in Mikulov. Die Hitze hat eine Absage von „Carmen“ im Amphitheater nötig gemacht.

Von Werner Kraus und Christian Pfeiffer. Erstellt am 08. August 2018 (04:00)
Eurotrialog Mikulov
Nach der großen Ankündigung nun doch die Absage: Heuer wird es keine Festspiele in Mikulov geben.

Nun ist sie also vorläufig zu Ende, die Geschichte der Weinviertler Festspiele. Peter Hofmann-Svensson, Initiator der geplanten Festspiele, teilte telefonisch mit, dass die Veranstaltungen erst kommendes Jahr stattfinden werden.

Hofmann-Svensson: "Proben in der Hitze nicht machbar"

Der ausgebildete Heldentenor, der in der Regie des ehemaligen Staatsopern-Ballettchefs Renato Zanella George Bizets Oper „Carmen“ zur Aufführung bringen wollte, führt die Hitze als Grund für die Absage ins Treffen: „Es sind sechs Bühnen- und Hauptproben mit Orchester notwendig. Wir haben es probiert, aber nach zehn Minuten musst du aufhören und in den Schatten gehen.“

Da die Weinviertler Festspiele nach Falkenstein und Heldenberg als dritte Destination nun in Mikulov gelandet waren und mit der Spielortsuche auch Probenzeit verloren ging, macht die aktuelle Hitze den Beteiligten zu schaffen. „Die Proben sind in der Mittagshitze nicht machbar“, so Hofmann-Svensson, „durch die geballte kurze Probenzeit wäre aber eine ganztägige Probe notwendig.“

Absage auch aus Sorge um Qualität und Image

Am 4.8. gab sich Tenor Laszlo Maleczky, der den Don José singen sollte, auf seiner Facebook-Seite noch kampfbereit und motiviert: „Bei 35 Grad Celsius bei den ersten Bühnenproben hilft eine ordentliche Portion Verrücktheit ungemein.“

Jetzt aber die Hitze-Absage, denn „da bringen wir die Qualität nicht hin und das wäre für die Weinviertler Festspiele nicht positiv“, so Hofmann-Svensson. Für ihn seien das aber nur Kinderkrankheiten, die es zu überwinden gelte. „Die Planung für 2019 läuft ab sofort an, um nächstes Jahr voll durchstarten zu können.“ Wo die Festspiele 2019 stattfinden werden, lässt er offen, sowohl Falkenstein als auch Heldenberg seien nach wie vor denkbare Varianten.