Vize verstarb am letzten Tag im Amt. Josef Westermayer wollte sein Amt als Vizebürgermeister an Reinhard Pfanner abgeben. Am Tag vor der Neuwahl verstarb er.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 08. August 2018 (11:30)
zVg
Josef Westermayer

Es hätte eine wohlgeordnete Amtsübergabe werden sollen: Vizebürgermeister Josef Westermayer (ÖVP), schwer erkrankt, wollte seine Funktion zur Verfügung stellen und nur noch als einfacher Gemeinderat der Gemeinde Hochleithen dienen. Sein letzter Tag als Vize wäre der 7. August mit der Neuwahl seines Nachfolgers gewesen. Das Schicksal wollte es aber anders: Am Abend des 6. August verstarb der 56-Jährige, quasi am letzten Arbeitstag in seiner Amtsfunktion.

„Josef Westermayer war kein Mann der großen Worte, er war einer, der zupackte, der da war, wenn man ihn brauchte“, sagte Bürgermeister Adolf Mechtler (ÖVP), der seinen Vize auch deshalb schätzte, weil er ihm immer den Rücken freihielt: „Wir werden erst später begreifen, was wir mit ihm verloren haben.“

Die geplante Vorgangsweise wurde trotz des Todesfalles eingehalten, schließlich hatte Westermayer selbst den Zeitpunkt für die Sitzung festgelegt. Er wollte es, dass die Neuwahl erst mach der Ernte, Anfang August, stattfinden soll. Der Gemeinderat hatte bei seiner Wahl den Vize aus dem Kreis der geschäftsführenden Gemeinderäte zu wählen, in geheimer Wahl erhielt Reinhard Pfanner (ÖVP) 14 Stimmen, Robert Vielnascher (SPÖ) fünf Stimmen. Pfanner hatte bereits die Zeichnungsberechtigung für die Gemeinde inne. Er nahm die Wahl an.

Pfanner, Jahrgang 1982, ist selbstständiger und seit 2010 im Gemeinderat. Seit 2015 ist er im Gemeindevorstand. „Du bist einer, den man belasten kann“, sagte Bürgermeister Mechtler, der sich auf die Zusammenarbeit freut. Wer in den Gemeindevorstand und in den Gemeinderat nachrückt, ist noch nicht fix und wird bis zur nächsten Sitzung entschieden.

Das Begräbnis von Josef Westermayer findet am 18. August um 11 Uhr statt.