Wellnesshotel in den Rieden. Mobilfunkbetreiber will sein in Asparn geplantes Projekt jetzt bis Ende 2023 in Mistelbach umsetzen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 14. April 2021 (05:27)
In den Weinbergen hinter der Landwirtschaftlichen Fachschule soll das 70 Zimmer Vier-Sterne-Superior spusu Life Resort entstehen. Weihnachten 2023 soll man schon dort nächtigen können.
spusu Life Resort

Ende 2023 soll das spusu Life Resort als Wellnessresort der Vier-Sterne-Superior-Klasse in den Weingärten neben dem Dionysos-Weg Richtung Eibesthal eröffnet werden.

Google Maps, Bischof

Diese Pläne präsentierte das Unternehmerpaar Andrea und Franz Pichler, Pichler ist Gründer des Mobilfunkers spusu, in der Vorwoche. Auf einem rund zwei Hektar großen Grundstück soll das Hotel mit 70 Zimmern, Genuss-Restaurant und 5.000 Quadratmeter großer Wellness- und Saunalandschaft entstehen, die Grundstücke dafür sind zum Großteil im Besitz des Landes und werden von der Landwirtschaftlichen Fachschule genutzt, mit privaten Eigentümern soll es Optionsverträge geben.

„Wir wollen das Weinviertel aus seinem Dornröschenschlaf wecken!“ Andrea und Franz Pichler

„Wir reisen gerne und haben uns viele Hotels angesehen und dabei überlegt, was wir anders machen würden“, erzählt Andrea Pichler. Etwas Perfektes war nie dabei. Irgendwann hatten sich die Pichlers gedacht, sie würden gerne selbst ein Hotel führen.

Ursprünglich sollte dieses Hotel an der Ortseinfahrt von Asparn entstehen. Allerdings ließ dort die Widmung den Bau nicht zu – ein Umstand, der den Asparner Gemeinderäten schon bei der grundsätzlichen Unterstützung des Projektes im Gemeinderat im Magen lag. Als sich im vergangenen November abzeichnete, dass der Standort Asparn nicht umsetzbar sein wird, wandte sich Franz Pichler an Mistelbachs Bürgermeister Erich Stubenvoll, der Pichler schon vorher eingeladen hatte, das Hotelprojekt doch besser in Mistelbach zu bauen.

In Abstimmung mit der Raumordnungsabteilung des Landes NÖ wurden mehrere Standorte abgecheckt, schlussendlich erwiesen sich die Felder hinter der Landwirtschaftlichen Fachschule und neben dem Dionysos-Weg als ideal. Widmungstechnisch ist dort die Sonderwidmung Tourismus möglich, das Land NÖ sagte vorab seine Unterstützung und Verkaufsbereitschaft der zwei Hektar Fläche zu. Der Startschuss dafür soll in der nächsten Gemeinderatssitzung erfolgen, Pichler rechnet damit, dass die Umwidmung des Areals bis September oder Oktober abgeschlossen ist.

„Wir wollen das Weinviertel aus seinem Dornröschenschlaf wecken“, sagt das Olgersdorfer Unternehmerpaar: Das Weinviertel habe so viel Unentdecktes, so viel Potenzial, das müsse genutzt werden.

Bei der Präsentation der Pläne im Mistelbacher Stadtsaal bekamen die Pichlers nicht nur Zuspruch von Bürgermeister Erich Stubenvoll („Es passiert nicht oft, dass man etwas ankündigen darf, das durch und durch positiv und richtungsweisend ist.“), sondern auch von Weinviertel-Tourismusobmann Kurt Hackl („Da spürt man das Weinviertel vom Balkon aus.“) und Landtagspräsident Karl Wilfing („Es gibt großen Bedarf an Gästebetten im Weinviertel und in Mistelbach.“). Zusätzliche qualitätsvolle Beherberger würden immer wieder gefordert, in Mistelbach selbst gebe es bislang 42 Betten in der Vier-Sterne-Kategorie: „Ich bin überzeugt, dass der Großteil der Mistelbacher stolz auf dieses Hotel sein wird“, sagt Wilfing. Bei den Partnern will das spusu Life Resort auf lokale Anbieter setzen: so wie natürlich die LFS Mistelbach, lokale Winzer und Zulieferer, im Idealfall soll sich das Hotel-Restaurant eine Haube erkochen.