Hüttendorf: Hochwasser-Schutzprojekt ist fertig. Seit jeher wird der direkt im Norden von Hüttendorf gelegene und parallel zur Hauptstraße verlaufende Stadelweg als landwirtschaftlich genutzter Agrarweg genutzt. Seine Funktion als wasserführender Weg hat er jedoch nicht mehr erfüllt, was sich vor allem bei stärkeren Unwettern bemerkbar macht, die teilweise zu Überschwemmungen und Verschlammungen in der Ortschaft führen. Aus diesem Grund wurde seitens der Abteilung WA3 des Landes Niederösterreich eine Neugestaltung des Weges inkl. der dafür benötigten Auffangbecken und Überläufe ausgeschrieben.

Von Redaktion Mistelbach. Erstellt am 26. November 2020 (09:28)
Gemeinderätin Elisabeth Kastner, Leopold Schuster von der WA3, Ortsvorsteher Franz Pleil, Bürgermeister Erich Stubenvoll, Manfred Kreutzer, Gemeinderat Heinrich Krickl und Stadträtin Andrea Hugl.
Stadtgemeinde Mistelbach

Die mehrmonatigen Arbeiten starteten bereits im Vorjahr. Mittlerweile ist der rund 800 Meter lange Weg soweit vorbereitet, dass Ende November mit der Asphaltierung begonnen werden konnte, wovon sich auch Bürgermeister Erich Stubenvoll und einige Gemeindevertreter bei einem Lokalaugenschein überzeugten.

Die Asphaltierung des Stadelweges in Hüttendorf ist einer der letzten, größeren Bauabschnitte im Zuge des gesamten Projektes. Hierfür wurde der komplette Agrarweg im Bereich der Eschen- bzw. Eichenwegsiedlung im Westen der Ortschaft bis zum bestehenden Retentionsbecken im Osten, dem sogenannten Rosental, als wasserführender Weg ausgebaut. Zusätzlich sorgt ein etwa acht Meter breiter Grünstreifen nördlich des Stadelweges dafür, dass das von den Feldern Richtung Ortschaft fließende Regenwasser abgebremst bzw. zurückgehalten wird.

Leopold Schuster von der WA3, Ortsvorsteher Franz Pleil, Stadträtin Andrea Hugl Gemeinderat Heinrich Krickl, Bürgermeister Erich Stubenvoll, Gemeinderätin Elisabeth Kastner und Manfred Kreutzer.
Stadtgemeinde Mistelbach

Aufgrund der bereits erfolgten Arbeiten kann mittlerweile das anfallende Regenwasser in den beiden vorhandenen Retentionsbecken – eines direkt hinter dem Pfarrzentrum und ein zweites im Rosental – abgeleitet werden. Hierfür wurde das Retentionsbecken hinter dem Pfarrzentrum erweitert, sodass bei Starkregenfällen das Wasser zunächst in den Retentionsbecken aufgefangen wird und sich in weiterer Folge selbsttätig und zeitverzögert über einen Kanal in einem Vorfluter entleert.

Je nach Witterung werden die notwendigen Erdarbeiten, die gleichzeitig den vollständigen Projektabschluss bilden, zum Teil noch heuer, zum Teil aber auch erst im Frühjahr erfolgen.