600 Impfungen täglich in Mistelbach. Das Land NÖ übernimmt das Impfen und erhöht die Frequenz. Impfungen fünf Mal die Woche.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 28. April 2021 (04:43)
Yasart Wolf bekam an ersten Impftag in der Impfstation des Landes im Mistelbacher Stadtsaal von Rot-Kreuz-Mitarbeiterin Doris Neubauer ihre Corona-Impfung.
Michael Pfabigan, Michael Pfabigan

Es ist ein ständiges Kommen und Gehen, Rückstaus bilden sich keine: „Wir haben 90 Impftermine pro Stunde eingeteilt, pro Impftag werden 500 bis 600 Dosen verimpft“, erzählt Impfkoordinator Rene Hager vom Roten Kreuz: Seit 22. April ist die Impfstation des Landes NÖ im Mistelbacher Stadtsaal in Betrieb und schon ab dem ersten Tag läuft alles wie am Schnürchen.

„Wir haben da viele Erfahrungen aus den anderen Impfstraßen eingepackt“, sagt RK-Bezirksarzt Wilfried Krieger. Die Impfstation wurde im kleinen Stadtsaal aufgebaut, die von außen uneinsehbaren Kojen sind im Messebausystem errichtet. „Messen gibt es derzeit eh keine“, sagt Hager: „Das Design hat das Land NÖ entwickelt, das sieht überall gleich aus.“

Eingerichtet ist die Impfstation für vier Impfstraßen, in Betrieb sind in der Regel drei, die vierte wird besetzt, wenn es ganz eng wird. „Das A und O ist die Kanalisation der Impfströme“, weiß Krieger: Dann gebe es auch keine Staus.

Was wird verimpft? „Derzeit BioNTec Pfizer. Aber wir impfen alle Serien, die wir bekommen“, sagt Heger. Was gerade geimpft wird, ist übrigens auch die am häufigsten gestellte Frage der zu Impfenden beim Arztgespräch. Derzeit wird zwei Mal wöchentlich geimpft, später soll dann an fünf Tagen in der Woche Corona geimpft werden. Das ist abhängig, wie viele Dosen Mistelbach zugewiesen werden.

Die Impfstation wird bis Mitte Mai vom Roten Kreuz betrieben, dann sollte klar sein, wer die europaweite Ausschreibung des Corona-Impfdienstes in NÖ gewonnen hat: „Das Rote Kreuz hat sich auch beworben, ich hoffe, wir bekommen den Zuschlag“, sagt der Mistelbacher Impfkoordinator. Eingesetzt sind Mitarbeiter des Roten Kreuzes, aus dem Landesklinikum und Freiwillige. „Wenn entschieden ist, wer die Impfstation definitiv betreibt, dann werden wir auch die freiwilligen Helfer der Impfstraße der Stadtgemeinde aktiv ansprechen“, sagt Bezirksarzt Wilfried Krieger, die entsprechenden Personallisten habe er sich bereits gesichert.

Die NÖN begleitete Yasart Wolf bei ihrer Impfung: Samt Arztgespräch ist sie binnen weniger Minuten bei der Impfung, Rot Kreuz-Mitarbeiterin Doris Neubauer sorgt dafür, dass der begehrte Stich schnell erledigt ist: „Ich bin überglücklich“, lacht Yasart Wolf nach dem Pieks: „Die ganze Familie ist froh, dass ich die Impfung jetzt habe!“, strahlt sie.