„Für neuen Weg“ . Die Freie Liste Österreich (FLÖ) geht mit dem blauen Exilanten Manfred Gail und personellem Ladendorf-Schwerpunkt in die Wahl.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 15. September 2017 (04:37)
NOEN, zVg
Wahlkampfeinsatz bei „Alles Erdäpfel“ in Ladendorf: Manfred Gail und die FPÖ-Dissidenten der FLÖ (Freie Liste Österreich) setzen auf ihren Bekanntheitsgrad im Weinviertel. Im Bild mit: Cornelia Makowsky-Egger, Brigitte Dirnberger, Manfred Gail, Bettina Sieber, Sandra Zwettler.

Die Freie Liste Österreich geht mit im Bezirk Mistelbach bekannten Ex-FPÖ-Namen in die Nationalratswahl: Manfred Gail, bis vor wenigen Monaten stellvertretender Bezirks-FPÖ-Chef, Karl Schwab, FPÖ-Urgestein, und Cornelia Makowsky-Egger, FLL (Freie Liste Ladendorf) treten als Kandidaten an.

NÖN: Was bedeutet es für Sie, Spitzenkandidat für den Bezirk zu sein?

Manfred Gail: Es ehrt mich sehr, dass die Wahl als Spitzenkandidat auf mich gefallen ist. Ich werde das mir entgegengebrachte Vertrauen im Wahlkampf einbringen, um unzufriedene Wähler, die von der Liste Kurz, der SPÖ, FPÖ, den Grünen, usw. die Nase voll haben, mit uns als Alternative einen neuen Weg einschlagen können.

In Schlagworten: Was sind die wichtigsten drei Punkte im Wahlprogramm?

Gail: „Unsere Heimat schützen“ mit Maßnahmen gegen illegale Einwanderung, der Schaffung eines Bundesgrenzschutzes und der sofortigen Abschiebung krimineller Asylwerber und radikaler Fanatiker, der Ausbau der direkten Demokratie und Maßnahmen zur Absicherung des Gesundheitssystems.

Gibt es für das Weinviertel spezielle Forderungen?

Gail: Kein Ausbau von weiteren Windkraftanlagen: Wir unterstützen jedenfalls den Ausbau erneuerbarer Energie, aber nicht um jeden Preis! Unser so schönes Weinviertel darf flächendeckend nicht mit weiteren Windkraftanlagen zerstört werden!

Was ist es, dass Sie/ die FLÖ von der FPÖ, aus der Sie ja kommen, unterscheidet?

Gail: Für uns (Freie Liste Österreich), FLÖ ist Politik nicht Inszenierung, sondern ehrliche Arbeit für unser Österreich, und das habe ich bei der FPÖ schon längere Zeit vermisst, weil sie sich von den zwei Regierungsparteien kaum mehr unterscheidet und nur mehr den Kuschelkurs einschlägt, damit sie regierungsfähig wird.

Wie werden Sie bzw. Ihre Partei den Wahlkampf anlegen? Wie intensiv wird der Wählerkontakt für Sie sein?

Gail: Wir werden so viel wie möglich den persönlichen Kontakt mit den Wählern suchen und bei Hausbesuchen und Veranstaltungen für unsere Partei Werbung machen.

Angenommen, die (Wahl) Rechnung geht nicht auf: Was werden Sie nach dem Wahltag machen?

Gail: So weit wird es nicht kommen, bin ich überzeugt: Denn viele Wähler suchen schon lange eine Alternative zu den drei Mittelparteien.