Kinder & Wohnen im Bezirk Mistelbach. SPÖ-Wahlkreis-Spitzenkandidatin Melanie Erasim gilt als gesetzt: Ein sozialdemokratisches Direktmandat sollte sich ausgehen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 14. September 2017 (04:37)
NOEN, zVg
Die Rabensburgerin Melanie Erasim geht als Wahlkreis-Spitzenkandidatin für die SPÖ in die Nationalratswahl. Damit ihr Direktmandat wackelt, müssten die SPÖ-Verluste massiv sein.

Die Rabensburgerin Melanie Erasim, Vorsitzende der Bezirks-SPÖ in Mistelbach, ist Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten im Wahlkreis Weinviertel. Gelingt der SPÖ das Direktmandat, ist sie im Nationalrat.

NÖN: Was bedeutet es für Sie, Spitzenkandidatin für das Weinviertel zu sein?

Melanie Eraism: Es ist für mich eine große Freude - ich bin mir aber der Verantwortung, die mit der Kandidatur einhergeht, wohl bewusst. Die Region hat sich die beste Vertretung im Nationalrat verdient. Dafür kämpfe ich. Es ist wichtig, in Wien politisch breit aufgestellt vertreten zu sein, damit auch die Interessen der Weinviertler in die Gesetzgebung einfließen und Anliegen gehört werden.

In Schlagworten: Was sind die wichtigsten drei Punkte in Ihrem Wahlprogramm?

Erasim: Arbeit muss sich lohnen. Flächendeckende, ganztägig kostenfreie Kinderbetreuungsmöglichkeiten ab dem 1. Geburtstag. Wohnen ist ein Grundrecht und muss daher wieder leistbar werden.

Sie gelten als „gesetzt“ für ein Mandat: Wie entspannt geht man da in eine Wahlauseinandersetzung?

Erasim: Da halte ich es mit dem Kanzler: Es geht mir nicht darum, meinen Lebenstraum zu verwirklichen, sondern darum, den Wünschen und Anliegen der Weinviertler zur Verwirklichung zu verhelfen. Daran hängt mein Herzblut.

Warum tut man sich Politik an?

Eraism: Wenn ich es als „antun“ empfinden würde, würde ich es nicht tun. Mir macht es Spaß unter Menschen zu sein, mit ihnen zu reden, ihnen zuzuhören und daraus Arbeitsaufträge für mich abzuleiten. Das Gefühl, Dinge im besten Fall zum Positiven zu gestalten, ist die Hauptantriebsfeder meines politischen Engagements. Es ist nicht immer einfach, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Doch in welchem Beruf gibt es nur Sonnenseiten?

Wie werden Sie bzw. Ihre Partei den Wahlkampf anlegen?

Erasim: Vor Ort in den Gemeinden faire, sachlich richtige Informationen geben, informieren und nicht verblenden, aufklären und nicht hetzen. Es geht um eine Richtungsentscheidung. Das versuchen wir den WählerInnen zu vermitteln und ihnen unseren Plan für die Zukunft anzubieten.

Angenommen, die (Wahl)Rechnung geht nicht auf: Was werden Sie nach dem Wahltag machen?

Erasim: Ich denke positiv für mich und das Weinviertel und vertraue darauf, von den Menschen in der Region den Auftrag zu bekommen ihre Interessen in Wien mit Nachdruck zu vertreten. Sollte es sich nicht ausgehen, werde ich mein Interesse an der Politik nicht verlieren. Ich habe meine politischen Funktionen auch die vergangenen 13 Jahre ehrenamtlich mit viel Enthusiasmus neben meinem „Zivilberuf“ ausgeübt.