„Jackson-Büste wäre nicht sicher gewesen!“. VANDALISMUS ANGEDROHT / Denkmal-Initiatorin Martina Kainz fixiert Termin für Statue erst, wenn diese geliefert wird.

Erstellt am 19. Juni 2012 (00:00)
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MISTELBACH /  Sie musste viel Kritik in den letzten Tagen einstecken: Martina Kainz, Initiatorin des nicht unumstrittenen Michael Jackson-Denkmals, das bei der Enthüllungszeremonie dann doch nicht enthüllt wurde. Und die stattdessen gezeigte Büste war ebenfalls gleich wieder eingepackt worden.

„Ich konnte die Enthüllung nicht mehr absagen - es waren ja schon alle Jackson-Fans hier oder im Flugzeug. Die Künstlerin hat mir zu spät gesagt, dass sie die Statue nicht rechtzeitig nach Mistelbach bringen kann, weil sie nicht fertig geworden ist. Natürlich stand ich als Trottel da!“ Martina Kainz denkt aber nicht ans Aufgeben, da müsse sie jetzt halt durch.

Bevor es einen zweiten Enthüllungstermin geben wird, will Kainz die 2,10 Meter hohe Michael Jackson-Statue bereits in Mistelbach wissen. Dann werde es halt eine kleine Feier für die große Statue geben, nachdem die kleine Büste mit einem großen Fest enthüllt worden war.

Vandalismusdrohung  vor der Enthüllung

Warum wurde die Michael Jackson-Büste wieder vom Denkmal-Sockel abmontiert? „Es gab keine Möglichkeit, sie so zu montieren, dass man sie nicht leicht stehlen konnte“, sagt Kainz. Und wäre die Büste im Landesbahnpark geblieben, rechnet Kainz fix damit, dass sie nicht lange dort gestanden wäre: „Ich habe Mails bekommen, in denen ich wüst beschimpft wurde. Außerdem wurde angekündigt, dass sie das Denkmal zerstören wollten“, sagt Martina Kainz, die überlegt, ihren Rechtsanwalt einzuschalten. „Wir zerstören das Denkmal sowieso gleich“ und „Dreck“ und „weg damit, wir machen das schon!“ stand in den

Droh-Mails: „Ich konnte die Büste ja nicht ein paar Zerstörungswütige im Park überlassen!“, sagt Kainz und nahm in Kauf, dass der leere Sockel bis zur endgültigen Lieferung der Statue als Gedenkstein steht. „Da haben sich die Gegner halt ausgezeichnet, dass jetzt zwei Monate nichts im Landesbahnpark steht!“, seufzt Martina Kainz, der die Bronze-Jackson-Büste in der Übergangszeit auch gefallen hätte: „Michael Jackson war ja auch klein und schwarz und später dann groß und weiß!“