Felsenbühnen-Obmann Fröschl: „Gehört zu meinem Leben“. Felsenbühne ist nicht nur ein touristisches Highlight der Gemeinde, sie prägt das Zusammenleben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. September 2019 (04:23)
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Bürgermeister Daniel Fröschl (links): „Staatz ist überall bekannt.“ Alt-Bürgermeister Leopold Muck (Mitte): „Schwerpunkt liegt in Musik.“ Obmann Herbert Fröschl (rechts(: „Es gehört zu meinem Leben.“

Die Felsenbühne Staatz feierte heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Dass das Intendant Werner Auer freut, ist verständlich. Doch die Bühne ist auch stark in der Marktgemeinde Staatz verwurzelt: „Überall, wo man hinkommt, ist Staatz bekannt und man hat sofort Anknüpfungspunkte für ein Gespräch“, freut sich Bürgermeister Daniel Fröschl. Und das geht weit über die Region hinaus, berichtet er von Gesprächen mit Gästen von Tschechien bis Tirol. „Viele Besucher besichtigen dann auch andere Sehenswürdigkeiten und nutzen unsere Gastronomie-Betriebe.“

Bürgermeister Fröschl: "Wie ein Familienbetrieb“

Hochachtung zeigt er für die Leistungen hinter den Kulissen: Viele helfen dort seit Jahren, manche von Anfang an. „Das ist schon wie ein Familienbetrieb.“ Und es geht über den Festspielverein hinaus: Die Feuerwehren halten Brandwache, der Verschönerungsverein pflegt den Ort und viele Lebensmittel kommen direkt aus der Region. „Das stärkt den Zusammenhalt.“

Daniel Fröschl führt damit die gute Kooperation weiter, die unter seinem Vorgänger Leopold Muck begonnen wurde. Der hatte vor 20 Jahren mit Werner Auer auch die Umstellung von der Western- zur Musicalbühne vollzogen. „1999 haben wir mit Winnetou aufgehört, weil es Probleme gab. Wir hatten ein Jahr Zeit nachzudenken und uns dann auf die Musik konzentriert, denn die Musik ist in Staatz gut verankert. Es hat darum mit Eigenproduktionen begonnen, Stücken von Lehrern des Musikschulverbandes Staatz, wie Hubert Koci, Chris Heller und Gregor Sommer“, weiß Muck.

Die Felsenbühne, die zuerst von der Gemeinde getragen wurde, ist 1995 zum Verein geworden und Ehrenamtliche waren immer dessen Säulen. „Den Intendanten Werner Auer hat dabei von Anfang an ein Kernteam unterstützt, das bis heute dabei ist, wie Obmann Herbert „Doki“ Fröschl, Bühnenbauer Franz „Jack“ Hamal, Kostümschneiderin Gitti Hamal, Erich Fröhlich und Leopold Schuster.“

Einbindung in die Region

Ganz wichtig war auch die Einbindung in die Region. In der Bürgermeisterrunde „Land um Laa“ habe sich jede Gemeinde auf ein Leuchtturmprojekt konzentriert. „Neben Therme und Klassikfestival liegt unser Schwerpunkt in der Musik. Das bringt auch einen Mehrwert für Gäste der Region“, ist Leopold Muck stolz. Bis heute steht der Bürgermeister a.D. bei vielen Vorstellungen an den Zapfsäulen der Ritterschenke.

Herbert „Doki“ Fröschl, Obmann der Felsenbühne Staatz seit 1995 und technische Stütze seit 1987, sieht den Verein als wichtigen Teil des Gemeindelebens: „Als gemeinnütziger Verein unterstützen wir immer wieder Projekte in der Gemeinde, wie die Finanzierung eines Kinderspielplatzes, Ausstattung für die Feuerwehr oder einen Defibrillator für die Gemeinde. Es ist nach wie vor spannend, hier mitzuarbeiten, auch wenn es nach 32 Jahren Gewöhnungseffekte gibt. Es gehört einfach zu meinem Leben dazu.“