Fredy Jirkal und Pepi Hopf: Frauen, Jugend & Schmäh . Fredy Jirkal steht mit seinem Freund Pepi Hopf gemeinsam auf der Bühne.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 18. September 2020 (04:21)
Die Jugend, ihre Frauen und viel Schmäh: DieKabarettisten Fredy Jirkal und Pepi Hopf stehen erstmals mit einem gemeinsamen Programm auf der Bühne. Im Wiener Orpheum warPremiere.
Jirkal

„Es war sehr geil!“ In der Vorwoche feierten die Kabarettisten Fredy Jirkal und der Marchfelder Pepi Hopf im Wiener Orpheum Premiere ihres neuen Programmes „Nimm 2 wie Pech und Schwefel“ - das erste gemeinsame Programm. „Es fühlt sich so an, wie wenn ein Kalb nach dem Winter das erste Mal wieder auf die Wiese kommt.“

„Wir sind schon mal, vor 15 Jahren, gemeinsam mit anderen, auf der Bühne gestanden. Schon damals waren wir mehr Freunde als mit den Kollegen“, erzählt Jirkal. Pläne hätten sie schon länger gewälzt, jetzt, in der Coronazeit hat sich endlich die Zeit gefunden, das Programm gemeinsam zu schreiben. „Wobei, so einfach war das auch nicht“, lacht Jirkal: Denn Pepi Hopf ist Biogärtner und war auch in der Coronazeit ziemlich beschäftigt. „Also bin ich mit ihm Biokisterl ausliefern gefahren. Er saß am Steuer und ich hab mitgeschrieben: Wir haben im Auto getextet“, erinnert sich der Finalist der „Großen Comedy-Chance“ 2013.

Der Inhalt? „Wir erzählen von unserer Jugend, wie wir aufgewachsen sind, switchen von unseren Berufen, ich bin Postler und Tischler und er war Friedhofsgärtner bis hin zu unseren Frauen“, verrät Jirkal: „Alles sehr authentisch.“

Langsam beginnt sich der Terminkalender des Kleinkünstlers wieder zu füllen - im Programm hat er vier verschiedene Programme. Wie schwer ist es da, den Überblick zu behalten? „Überhaupt nicht, weil die Texte ja von mir stammen. Und wenn ich was durcheinanderbringe, ist es auch egal, weil das eh nur ich weiß“, lacht er. Außerdem baue er derartige Crossovers manchmal auch bewusst in Auftritte ein.

Wie ging es ihm eigentlich in der Zeit des Coronashutdowns? Grundsätzlich wurden alle Bühnenauftritte gecancelt. „Es ist eine furchtbare Krankheit, aber für mich war’s nicht so schlimm“, gesteht der Vater einer Tochter: So viel Zeit mit der Familie habe er noch nie verbracht: „Wenn die Frau nach 20 Jahren noch sagt: Es ist schön, dass du so viel daheim bist, das zeigt, dass wir familiär noch stärker zusammen gewachsen sind.“